Automatisierte Präzisionsfertigung
220 Bearbeitungsschritte auf wenigen Quadratzentimetern

Von Peter Klingauf 6 min Lesedauer

In der Fräsbearbeitung dominieren beim Luxusuhrenhersteller IWC Schaffhausen Bearbeitungszentren von Kern. Die jüngsten Investitionen – fünf Kern Micro HD – gleichen durch ihren individuellen „Fingerabdruck“ jegliche Veränderungen aus.

Mit bis zu 220 Merkmalen bearbeitet, kommen die Uhrenplatinen bei IWC stets perfekt von der Kern Micro HD.(Bild:  Kern Microtechnik GmbH)
Mit bis zu 220 Merkmalen bearbeitet, kommen die Uhrenplatinen bei IWC stets perfekt von der Kern Micro HD.
(Bild: Kern Microtechnik GmbH)

Dass sich Manufaktur und automatisierte Präzisionsfertigung nicht widersprechen, sondern hervorragend ergänzen, wird einem schnell klar, wenn man die Produktionshallen der IWC International Watch Co. AG in Schaffhausen betritt. Denn der Schweizer Hersteller von exklusiven Luxusuhren – Kostenpunkt zwischen 5.000 und 750.000 Euro – beherrscht diese Kombination wie nur wenige andere Unternehmen. Während die Montage nach alter Tradition Uhrmachermeister in konzentrierter Handarbeit erledigen, kommen in der spanenden Fertigung primär automatisierte Präzisionsbearbeitungszentren zum Einsatz.

IWC arbeitet bereits seit der Gründung im Jahr 1868 nach diesem Prinzip. Damals wählte der aus Boston stammende Uhrmacher Florentine Ariosto Jones ganz bewusst, das in der Schweiz gelegene Schaffhausen als Standort. Heiko Zimmermann, verantwortlich für die Industrialisierung Werkteilefertigung, Bereich Fräsen, von IWC, erzählt: „In Schaffhausen gibt es seit jeher viel Wasserkraft. Diese Energiequelle war für unseren Firmengründer Grund genug, hier sein Unternehmen aufzubauen. Er erkannte schon zu jener Zeit, dass sich damit Maschinen betreiben lassen, was letztlich zu einem Produktivitätsvorteil führt. Ein innovativer Weitblick, der bis heute das Denken in unserem Unternehmen prägt.“