CNC-Drehtische
Bearbeitungs-Alternative verbessert Wirkungsgrad von Scroll-Verdichtern

Ein Gastkommentar von Wolfgang Klingauf 5 min Lesedauer

Für die wirtschaftliche Herstellung von Scrollverdichtern schneidet das „rotomilling“-Verfahren im Vergleich zur Kreisinterpolation hinsichtlich Genauigkeit und Investitionskosten besser ab. Es benötigt als Grundvoraussetzung lediglich ein Standardfräszentrum und einen ergänzenden pL-Lehmann-Präzisionsdrehtisch.

Mit dem rotomilling-Verfahren bietet pL Lehmann ein kostengünstiges Verfahren zur Scrollbearbeitung an, mit dem sich hohe Präzision und Oberflächengüte erzeugen lassen.(Bild:  pL Lehmann)
Mit dem rotomilling-Verfahren bietet pL Lehmann ein kostengünstiges Verfahren zur Scrollbearbeitung an, mit dem sich hohe Präzision und Oberflächengüte erzeugen lassen.
(Bild: pL Lehmann)

Zuverlässigen Prognosen zufolge soll der Bedarf an Scrollverdichtern in den nächsten Jahren auf große Mengen anwachsen. Schließlich sorgen diese kompakten, leistungsstarken Kompressoren in Kühlsystemen, Klimaanlagen und Wärmepumpen dafür, dass Druck und Temperatur der Kältemittel steigen. Ein wachsendes Einsatzgebiet sind zudem Hybrid- und Elektrofahrzeuge, in denen sie genutzt werden, um Elektromotoren, Batterien und den Innenraum zu kühlen.

Ein solcher Scrollverdichter besteht im Wesentlichen aus zwei Funktionsbauteilen mit ineinandergreifenden Spiralen. Während das eine Teil feststeht, bewegt sich das andere (auch als Orbit bezeichnet) exzentrisch auf einer kreisförmigen Bahn. Dabei wird das gasförmige Medium zunehmend nach innen komprimiert. Für einen hohen Wirkungsgrad müssen die beiden Spiralen engste axiale und radiale Spaltabstände einhalten, denn berühren dürfen sie sich im Zusammenbau nicht. Das heißt, die Toleranzvorgaben für Form und Rechtwinkligkeit der Spiralen liegen teilweise unter 20 Mikrometer. Auch die Oberflächengüten sind anspruchsvoll. Die Rz-Werte sollten in einem Bereich kleiner als 10 Mikrometer liegen.