Studie Maschinenbauer in der Krise

Quelle: Pressemitteilung Horváth 1 min Lesedauer

Neun von zehn Maschinenbauern sehen ihr US-Geschäft durch Zölle belastet, drei Viertel fürchten Konkurrenz aus China – so eine Horváth-Studie.

Viele Maschinenbauer sehen ihr US-Geschäft durch Zölle belastet.(Bild: ©  Катерина Євтехова - stock.adobe.com)
Viele Maschinenbauer sehen ihr US-Geschäft durch Zölle belastet.
(Bild: © Катерина Євтехова - stock.adobe.com)

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland steht laut einer Horváth-Studie unter nie dagewesenem Kosten- und Wettbewerbsdruck. Sie wurde unter mehr als 120 Vorstands- und Geschäftsführungsmitgliedern weltweit tätiger Topplayer der Branche durchgeführt. Die Interviews wurden im zweiten Quartal 2025 geführt. Die Branche gehört neben der Automobil- und Chemieindustrie zu den Industriezweigen, die am stärksten von den US-Zöllen betroffen sind. Neun von zehn Unternehmen berichten von negativen Auswirkungen. 57 Prozent erwarten deutliche Umsatzeinbußen.

Drei Viertel gehen davon aus, heimische Marktanteile an China-Konkurrenz zu verlieren

73 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass chinesische Hersteller aufgrund der Handelsrestriktionen verstärkt auf den europäischen Markt drängen. Viele Manager sehen die Produkte der Konkurrenz inzwischen als gleichwertig in Qualität und Technologie. 83 Prozent der Unternehmen wollen daher ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung steigern – so die Horváth-Studie.

Vier von fünf Maschinenbauern versuchen, ihre Komponenten bei chinesischen Produzenten unterzubringen. So sollen lokal gefertigte Teile in China verbaut und anschließend weltweit exportiert werden.

Jede fünfte Stelle in Deutschland wird gestrichen

Um Kosten zu senken, verlagern die Unternehmen zunehmend Produktion und Verwaltung ins Ausland. In Deutschland etwa sollen in den kommenden drei Jahren rund 20 Prozent der Stellen wegfallen. Gleichzeitig planen viele Betriebe jedoch Personalaufbau in Indien, China, Nordamerika und Osteuropa. Investitionen am deutschen Standort konzentrieren sich vor allem auf Forschung und Entwicklung.

KI-Budgets um 36 Prozent erhöht – insgesamt wird jedoch zu wenig investiert

90 Prozent der Befragten wollen KI stärker einsetzen. Die Budgets wurden im Vergleich zu 2024 um 36 Prozent erhöht. Gemessen am Umsatz bleiben die Investitionen jedoch niedrig, das Einsparpotenzial – also die möglichen Kostenersparnisse durch effizientere Prozesse, geringeren Ausschuss oder optimierte Wartung – wird laut Studie bisher nicht ausgeschöpft.

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