Prozessbegleitende Werkzeugüberwachung
Effizientere Produktion durch Werkzeugüberwachung

Ein Gastbeitrag von Natalie Weirich 4 min Lesedauer

In der zerspanenden Industrie sind Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit entscheidend für den Erfolg. Eine prozessbegleitende Werkzeugüberwachung mittels Sensoren gewährleistet dabei einen reibungslosen Ablauf und erhöht die Effizienz der gesamten Produktionsanlage .

Um zu erkennen, wie hoch der Verschleiß eines Zerspanungswerkzeugs ist, beobachtet ein Überwachungssystem wie beispielsweise das SEM-Modul-e2 von Nordmann permanent den Werkzeugzustand der gesamten Maschine. (Bild:  Nordmann)
Um zu erkennen, wie hoch der Verschleiß eines Zerspanungswerkzeugs ist, beobachtet ein Überwachungssystem wie beispielsweise das SEM-Modul-e2 von Nordmann permanent den Werkzeugzustand der gesamten Maschine.
(Bild: Nordmann)

Zerspant ein Drehmeißel nicht mehr exakt nach Maß einen zu bearbeitenden Metallrohling oder bricht ein Bohrer in einer linearen Transferstraße, steht die gesamte Fertigung so lange still, bis das Werkzeug ersetzt und die gesamte Maschine wieder funktionsfähig ist. Eine Zeit, die in einer Serienfertigung teuer ist, da möglicherweise weitere Bearbeitungsschritte folgen und Liefertermine eingehalten werden müssen. Um einen solchen Ausfall zu vermeiden, helfen Werkzeugüberwachungssysteme, die zum Beispiel bei übermäßigem Werkzeugverschleiß einen automatischen Werkzeugwechsel einleiten oder eine betroffene Maschine im Augenblick eines erkannten Werkzeugbruchs innerhalb von Millisekunden stoppen. Auf diese Weise entstehen weniger Produktionsfehler und eine effizientere Auslastung der Maschinen wird möglich.

Messen, erfassen, analysieren = schützen

Um zu erkennen, welcher Bohrer bei welcher Belastung ist oder wie hoch der Verschleiß eines Zerspanungswerkzeugs ist, beobachtet ein Überwachungssystem wie beispielsweise das SEM-Modul-e2 von Nordmann permanent den Werkzeugzustand der gesamten Maschine. Es erfasst den bei der Zerspanung erzeugten Körperschall, die Schnittkraft, das Drehmoment oder die von den Spindel- oder Vorschubantriebsmotoren aktuell benötigte Wirkleistung. Ändern sich diese Messwerte während der Bearbeitung und werden Grenzwerte, die auf einen möglichen Verschleiß oder Bruch hindeuten, erreicht, reagiert die Maschine automatisch mit einer Warnung oder gar Abschaltung, bevor es zu Qualitätsverlusten oder gar Ausfällen kommt.