Schon mal reingespitzt!

Hier kommt die Vorschau zur EMO Hannover 2025

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Wer die künstliche Intelligenz ignoriert wird zum Verlierer

Die in den drei Pitch-Runden vorgestellten Neuheiten griffen auch Unterstützungen gegen den Fachkräftemangel auf. So etwa wenn Maschinen mit „intuitiv zu bedienender Maschinensteuerung“ vermitteln sollen, wie „einfach Hochtechnologie sein kann“. Für große Aufmerksamkeit sorgte die Ankündigung einer Maschine mit integriertem Chatbot, der nicht nur Schulungszwecken dient, sondern den Bediener beispielsweise fragt, ob er jetzt Kühlschmierstoff (KSS)nachfüllen möchte und ihm dann sogleich anzeigt, wo er den benötigten KSS in der Halle findet. Mit den Perspektiven von KI in der Fertigung befasste sich auch eine Podiumsdiskussion, zu der Sebastian Heinz, Gründer und CEO von Statworxs, einem Beratungs- und Entwicklungsunternehmen für Daten und KI aus Frankfurt am Main, und Prof. Michael Zäh vom Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der Technischen Universität München (TUM) die Bühne betraten. Beide riefen dazu auf, sich stärker mit KI zu befassen. Denn ihrer Meinung nach müssten europäische Unternehmen das Innovationstempo bei KI deutlich steigern, um den Anschluss an asiatische und US-amerikanische Anbieter nicht zu verlieren. Das gelte vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die sich bisher sehr abwartend zeigten. Gute Perspektiven für den Einsatz von KI-Tools dürfte es vor allem in der Qualitätssicherung und bei der vorausschauenden Wartung geben. Für beide Experten ist aber unstrittig, dass KI den Menschen in der Fertigung nicht überflüssig macht. „KI macht Fehler“, stellte Zäh etwa fest. Das zu erkennen, sei eine Fähigkeit, die dringend benötigt und geschult werden müsse. Und Heinz sieht es als den größten Vorteil von KI an, dass sich mit ihr die Innovationsgeschwindigkeit erhöhen und neue Ideen generieren lassen. Beide teilen die Überzeugung, dass in Zukunft kein Weg an KI vorbeiführt. Es sei keine Option, KI nicht zu nutzen, denn andere nutzten KI bereits! Wer es nicht tue, werde zum Verlierer.

Die Jubiläums-EMO präsentiert ein Partnerland

Den aktuellen Hype um das Thema KI sieht der Kanadier Jayson Myers, aber offensichtlich eher gelassen. Kanada ist nämlich Allied Country der EMO 2025 und damit das erste Partnerland in der 50-jährigen Geschichte der Messe. Myers nutzte die Bühne gleich, um seine Organisation vorzustellen: „NGen (Next Generation Manufacturing Canada) ist eine gemeinnützige Organisation der kanadischen Industrie, die sich der Förderung weltweit führender fortschrittlicher Fertigungslösungen widmet.“ Das Netzwerk repräsentiere rund 11.000 Mitglieder. Darunter Hersteller, Technologieanbieter, Hochschul- und Forschungseinrichtungen aus ganz Kanada. Man initiiert übrigens auch Kooperationsprojekte. Myers stellte fest: „KI ist nicht DIE Lösung! Denn KI ist nur ein Teil davon!“ Der Fokus ruhe gleichermaßen auf Themen wie Automatisierung und Robotik, IoT (Internet of Things) und Netzwerke. Auch moderne Werkstoffe, Bio- und Nanotechnologie, Cyber-Security oder Messtechnik müsste man bedenken. „NGen“ organisiert deshalb den Gemeinschaftsstand der kanadischen Industrie auf der Messe mit 15 bis 20 Ausstellern. Darüber hinaus sehe sich die Organisation als Bindeglied zu etwa 5.000 Technologieanbietern aus dem Metall bearbeitenden Sektor, die offen für Kooperationen seien. Wie Meyers betonte, hat seine Organisation seit der Gründung 2018 bereits in rund 250 Kooperationsprojekte zur Entwicklung und Kommerzialisierung investiert und damit über eine Milliarde Dollar an Projektinvestitionen sowie mehr als 7,5 Milliarden Dollar an Umsatzerlösen erzielt.

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Der Streifzug durch die Neuheiten zur EMO Hannover 2025 und das Werben für mehr Dialog und Kooperationsbereitschaft – auch über Ländergrenzen hinweg – dürfte nicht zuletzt so ganz im Sinne von Markus Heering gewesen sein, der in vielen Interviews eine besondere Stärke der Messe stets besonders hervorhebt: „Die EMO setzt die richtigen Themen! Sie bietet die beste Plattform für den Dialog, und um neue Kontakte zu knüpfen.“

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