Deutsche Werkzeugmaschinen Gedämpfte Jahresbilanz

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Das vergangene Jahr war für die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller herausfordernd. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW erwartet auch für 2025 turbulente Zeiten.

VDW-Geschäftsführer Markus Heering: „Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine klare Flankierung in allen Punkten, die von der Industrie schon seit Monaten gefordert werden - Bürokratieabbau, Kostensenkungen, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Investitionstätigkeit, um nur die wichtigsten zu nennen.“(Bild:  VDW/Sarah Kastner Fotografie)
VDW-Geschäftsführer Markus Heering: „Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine klare Flankierung in allen Punkten, die von der Industrie schon seit Monaten gefordert werden - Bürokratieabbau, Kostensenkungen, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Investitionstätigkeit, um nur die wichtigsten zu nennen.“
(Bild: VDW/Sarah Kastner Fotografie)

Im vierten Quartal 2024 sank der Auftragseingang für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent. Dabei fielen die Bestellungen aus dem In- und Ausland ähnlich stark, um 7 und um 6 Prozent. Im Gesamtjahr 2024 ging der Auftragseingang um 19 Prozent zurück. Im Inland notierten die Bestellungen 9 Prozent unter Vorjahr, während das Ausland einen Rückgang um 24 Prozent verbuchte.

Punktuell gibt es Lichtblicke, etwa in der Luftfahrt, der Medizintechnik, der Feinmechanik, dem Bereich Energie oder in Schiffbau und Rüstung, die immer wieder einmal zu Großaufträgen führten.(Bild:  VDW)
Punktuell gibt es Lichtblicke, etwa in der Luftfahrt, der Medizintechnik, der Feinmechanik, dem Bereich Energie oder in Schiffbau und Rüstung, die immer wieder einmal zu Großaufträgen führten.
(Bild: VDW)

Situation bleibt herausfordernd

„Die Situation unserer Branche bleibt herausfordernd”, kommentiert Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main das Ergebnis. Der Markt USA bietet zwar große Chancen für die unverzichtbare deutsche Fertigungstechnik. Die Zollpolitik Trumps birgt jedoch hohe Risiken, so Heering weiter. Die anhaltenden Turbulenzen in der Weltwirtschaft mit einem drohenden Handelskrieg beeinträchtigen die Investitionsbereitschaft in der Breite. Insbesondere die kritische Lage in der Automobil- und Zulieferindustrie belastet die Branche.

Werkzeugmaschinen

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

Motor für die konjunkturelle Entwicklung

Mit rund 64 000 Beschäftigten und einem Produktionsvolumen von 12,9 Milliarden Euro im Jahr 2021 gehört die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Obwohl sie damit insgesamt nur einen vergleichsweise kleinen Industriezweig darstellt, spielt sie für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit eine bedeutende Rolle. Sie liefert Produktionstechnologie für die Metallbearbeitung in allen Branchen und trägt maßgeblich zu Innovation und Produktivitätsfortschritt in der Industrie bei. Der Erfolg der Werkzeugmaschinenindustrie ist damit ein wichtiger Indikator für Dynamik und Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, ein unverzichtbarer Motor für die konjunkturelle Entwicklung und ein bedeutender Impulsgeber für Fortschritt und technische Innovation. Link hier

Punktuell gibt es laut Heering dennoch Lichtblicke, etwa in der Luftfahrt, der Medizintechnik, der Feinmechanik, dem Bereich Energie oder in Schiffbau und Rüstung, die immer wieder einmal zu Großaufträgen führten. Auch entwickelt sich das Geschäft mit Service, Komponenten, Reparaturen, Instandhaltung und Umbauten besser als der Neumaschinenverkauf. Jedoch haben alle Weltregionen im vergangenen Jahr jeweils ein Viertel an Auftragsvolumen verloren.

Erwartungen an die Politik

Mehr Schwung wird erst wieder in der zweiten Jahreshälfte erwartet, wenn niedrigere Inflation und Zinsen eine Investitionserholung unterstützen. „Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine klare Flankierung in allen Punkten, die von der Industrie schon seit Monaten gefordert werden, Bürokratieabbau, Kostensenkungen, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Investitionstätigkeit, um nur die wichtigsten zu nennen“, sagt VDW-Geschäftsführer Heering.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie spielt für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit eine bedeutende Rolle.

Markus Heering, Geschäftsführer des VDW

Die Belastung aufgrund des seit zwei Jahren rückläufigen Auftragseingangs kommt nun auch in der Werkzeugmaschinenproduktion an. 2024 ist sie um 4 Prozent noch moderat gesunken. 2025 wird ein kräftiges Minus von 10 Prozent erwartet.

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