Hausmesse Grob präsentiert seine erste Portalmaschine

Von Richard Pergler 3 min Lesedauer

Die Hausmesse der Grob-Werke im Jahr 2026 stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Unternehmensjubiläums. Am Stammsitz in Mindelheim feierte Grob mit seinen Anwendern nicht nur ein Jahrhundert Unternehmensgeschichte, sondern zugleich einen eindrucksvollen Ausblick auf die Zukunft der industriellen Fertigung.

Stets umlagert war das neue Portalbearbeitungszentrum GP 1350, die erste Maschine ihrer Art im Lieferprogramm des Werkzeugmaschinenherstellers. Mit diesem Bearbeitungszentrum schließt der Hersteller die Lücke im Bereich großdimensionierter Bearbeitungslösungen und setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Arbeitsraum, Flexibilität und Präzision. (Bild:  Maschinenmarkt/rw)
Stets umlagert war das neue Portalbearbeitungszentrum GP 1350, die erste Maschine ihrer Art im Lieferprogramm des Werkzeugmaschinenherstellers. Mit diesem Bearbeitungszentrum schließt der Hersteller die Lücke im Bereich großdimensionierter Bearbeitungslösungen und setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Arbeitsraum, Flexibilität und Präzision.
(Bild: Maschinenmarkt/rw)

Seit der Gründung im Jahr 1926 hat sich Grob zu einem global agierenden Technologiekonzern entwickelt. Mit Produktionsstandorten auf drei Kontinenten, einem weltweiten Vertriebs- und Servicenetz sowie mehr als 9000 Mitarbeitern zählt das Unternehmen heute zu den führenden Anbietern von Fertigungssystemen. Die diesjährige Veranstaltung zog zahlreiche Fachbesucher aus Industrie, Forschung und Technologie an und unterstrich einmal mehr die Bedeutung der Grob-Hausmesse als zentrale Plattform für Innovation und Austausch im Werkzeugmaschinenbau.

Steigende Anforderungen moderner Produktionsumgebungen

Im Zentrum der Grob-Hausmesse 2026 stand die Vorstellung neuer Maschinen- und Automationslösungen, die gezielt auf die steigenden Anforderungen moderner Produktionsumgebungen ausgerichtet sind. Mit besonderer Spannung erwarteten die Besucher die Premiere des neuen Portalbearbeitungszentrums GP1350. Diese Maschine markiert für Grob einen bedeutenden Schritt hin zu einem weiteren leistungsfähigen Maschionenkonzept. Damit schließt Grob die Lücke im Bereich großdimensionierter Bearbeitungslösungen und setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Arbeitsraum, Flexibilität und Präzision. Mit Arbeitswegen von 1400 x 1950 x 1100 Millimetern sowie einer maximalen Zuladung von bis zu 3,6 Tonnen ist die GP1350 speziell für die Bearbeitung großer und komplexer Bauteile ausgelegt.

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Die Auslegung der Maschine zeigt deutlich den Trend hin zu multifunktionalen Fertigungssystemen, die sowohl Einzelteilfertigung als auch Serienproduktion effizient abdecken können. Durch die Integration von Palettenwechslern, Palettenspeichersystemen und autonomen Beladelösungen lässt sich die GP1350 vollständig automatisieren. Damit wird eine durchgängige, flexible Produktion ermöglicht. Auch eine automatisierte Serienfertigung bis hin zur 24/7-Produktion, die den Anforderungen unterschiedlichster Branchen gerecht wird – von der Luft- und Raumfahrt über den Werkzeug- und Formenbau bis hin zur Energie- und Automobilindustrie.

Neben der GP1350 präsentierte Grob mit der Roboterzelle GRC-M60 eine weitere zentrale Innovation im Bereich der Automatisierung. Diese Lösung steht exemplarisch für den steigenden Bedarf an flexiblen, skalierbaren Automationssystemen, die eine hohe Maschinenauslastung bei gleichzeitig sinkendem Personalaufwand ermöglichen. Die modulare Struktur der GRC-M60 erlaubt eine Anpassung an unterschiedliche Produktionsszenarien und trägt damit wesentlich zur Zukunftssicherheit von Fertigungsprozessen bei.

Intelligente Vernetzung

Ein weiterer wesentlicher Baustein der vorgestellten Technologien ist das neue MES/MOM-System „Grob Cosera“. Dieses Leitsystem dient künftig der umfassenden Steuerung und Überwachung des gesamten Teileflusses innerhalb der Produktion. Dank einer intelligenten Vernetzung von Maschinen, Automationslösungen und IT-Systemen schafft Cosera die Grundlage für eine datengetriebene Fertigung. Insbesondere im Kontext von Industrie 4.0 eröffnet dies neue Möglichkeiten zur Prozessoptimierung, Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung.

Die Hausmesse machte deutlich, dass Grob seine Kompetenzen zunehmend über die klassische Zerspanung hinaus erweitert. So wurden auch Anwendungen in den Bereichen Elektromobilität, humanoide Robotik, Drohnentechnologie und insbesondere auch der Halbleiterfertigung präsentiert. Diese Diversifizierung spiegelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens wider, sich als ganzheitlicher Lösungsanbieter in zukunftsträchtigen Technologiefeldern zu positionieren.

Ein zentrales Merkmal der Veranstaltung war die praxisnahe Präsentation der Technologien. Besucher hatten die Möglichkeit, Maschinen und Systeme im Live-Betrieb zu erleben und sich ein unmittelbares Bild von deren Leistungsfähigkeit zu machen. Ergänzt wurde dies mit Fachvorträgen und Expertengesprächen, die aktuelle Trends und Herausforderungen der industriellen Produktion beleuchteten.

Tradition und Innovation vereint

Insgesamt zeigte Grob mit seiner Hausmesse eindrucksvoll, wie sich Tradition und Innovation miteinander verbinden lassen. Das 100-jährige Jubiläum bot dem Werkzeugmaschinenhersteller nicht nur Anlass zur Rückschau, sondern vor allem eine Plattform, um die zukünftige Entwicklung der Fertigungstechnologie aktiv zu gestalten. Die präsentierten Lösungen verdeutlichen, dass Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und branchenübergreifende Anwendbarkeit weiterhin im Fokus stehen werden.

Grob verdeutlicht mit seiner Hausmesse 2026, dass der Weg in die Zukunft nicht nur über technologische Exzellenz führt, sondern auch über die Fähigkeit, komplexe Systeme intelligent zu vernetzen und flexibel an sich wandelnde Marktanforderungen anzupassen. Die Experten bei Grob unterstützen die Anwender mit ihrem reichen Erfahrungsschatz und mit Spezialwissen nicht nur in der Bewältigung der täglichen Herausforderungen des Zerspaneralltags, sondern auch bei der Transformation der Fertigung für eine wettbewerbsfähige Zukunft in deren Unternehmen.

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