Epochaler Wandel

Die EMO Hannover demonstriert, wie KI die Maschinen zum Partner macht

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Die autonome Fertigung braucht lernende Maschinen

Mit künstlicher Intelligenz wird aber auch der Traum von der selbstlernenden Werkzeugmaschine wahr, heißt es weiter. Der Fräsmaschinenbauer und EMO-Aussteller Datron setzt etwa darauf, dass die Maschine auf erlerntes Wissen zurückgreift und den Produktionsprozess entsprechend anpasst. Die Datron-Fräsmaschine soll sich so zur lernfähigen Fertigungszelle entwickeln, die sich automatisch an Bauteilanforderungen und Umgebungsbedingungen anpassen kann. „Damit senken wir nicht nur Rüst- und Bearbeitungszeiten, sondern steigern auch die Prozessstabilität – ein entscheidender Schritt in Richtung autonomer Fertigung“, kommentiert dazu Jonas Gillmann, Vorstand Technik (CTO), von Datron. KI verschiebt also den Fokus weg von einer starren Programmierung, hin zur assistierten, lernenden und damit adaptiven Fertigung. Maschinen würden so quasi zu Partnern im Fertigungsprozess, die sich dem Menschen anpassten – und nicht umgekehrt. Im Maschinenbau, wird betont, ist das keine Vision mehr, sondern zunehmend gelebte Realität. Denn KI in der Produktion lockt laut Gillmann nicht zuletzt mit hohen Effizienzsteigerungen, weil durch sie in der CNC-Produktion mit Datron-Maschinen die Rüstzeiten um bis zu 60 Prozent sinken, der Ausschuss fällt und die Werkzeugstandzeiten steigen – und das bei gleichzeitig höherer Prozesssicherheit!

KI macht aus Maschinenbedienern Prozessgestalter

Ein besonders spannender Fortschritt sei die Verknüpfung mit der Datron-Next-Steuerung, so Gillmann weiter. Denn sie führe auch unerfahrene Bediener intuitiv durch den Fräsprozess und erkenne Werkstücke automatisch. Somit könnten auch nicht spezialisierte Mitarbeiter recht schnell produktiv fräsen. Zusätzlich, führt Gillmann weiter aus, erlaubt die KI künftig, wie schon erwähnt, die vorausschauende Wartung, um Ausfälle zu verhindern, bevor es Ernst wird. So wird der Fräsprozess effizienter, robuster und personell deutlich flexibler umsetzbar. Künstliche Intelligenz in Werkzeugmaschinen kann aber auch dabei helfen, die steigende Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten mit kleinen Losgrößen zu bedienen. „KI macht die Fertigung in dieser Hinsicht einfach wirtschaftlicher. Und mit der Next-Steuerung werden Werkstücke automatisch erkannt – ohne aufwändige Programmierung“, so Gillmann. Damit entfallen lange Rüstzeiten und auch Einzelteile können schnell, effizient und in hoher Qualität gefertigt werden. Mit der selbstlernenden Werkzeugmaschine wandelt sich alles in allen auch das Berufsbild des Anwenders. Auf den Punkt gebracht, heißt das weniger programmieren, mehr Prozessverantwortung. Maschinenbediener im Zerspanungsbereich würden damit zu Prozessgestaltern, die Qualität sicherten und Abläufe optimierten. So sinkt gleichzeitig die Einstiegshürde in den Job und das Know-how wird durch smarte Assistenz ergänzt, aber eben, wie sooft befürchtet, nicht ersetzt.

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