Werkzeugbau
Lamy reduziert 16 Arbeitsschritte auf vier

Ein Gastbeitrag von Klaus Vollrath 6 min Lesedauer

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Die Herstellung der Lamy-Formen für den Behälter der heutigen Füllhalter umfasste früher 16 Bearbeitungsschritte. Gemeinsam mit Röders reduzierte man den Prozess auf vier Arbeitsgänge vollautomatisch im 24/7 Betrieb.

Heute werden die Formhälften aus dem bereits gehärteten Rohling herausgefräst (oben) und kurz poliert. Nach dem Anerodieren des Hintergrunds und einer TiN-Beschichtung folgt nur noch die Bemusterung.(Bild:  Klaus Vollrath)
Heute werden die Formhälften aus dem bereits gehärteten Rohling herausgefräst (oben) und kurz poliert. Nach dem Anerodieren des Hintergrunds und einer TiN-Beschichtung folgt nur noch die Bemusterung.
(Bild: Klaus Vollrath)

Spitzenprodukte müssen sich vom Marktumfeld durch markantes Design abheben. Entsprechend anspruchsvoll sind auch die dazugehörigen Fertigungsaufgaben. „Der Markt für Schreibwerkzeuge ist riesig und extrem hart umkämpft“, erläutert Jörg Weber, Leiter des Werkzeugbaus der C. Josef Lamy GmbH in Heidelberg.

Hier müsse man sich als mittelständischer Hersteller hochwertiger Schreibgeräte gegenüber lowcost-Massenherstellern einerseits und Luxusmarken andererseits behaupten. Dabei spiele neben der Qualität das Design der Produkte eine entscheidende Rolle. Es müsse gut erkennbar und unverwechselbar sein sowie auf Anhieb hohe Wertigkeit vermitteln. Entsprechend hoch sind deshalb auch die Ansprüche an die Spritzgießwerkzeuge für die Herstellung der Kunststoffteile der Schreibgeräte, beispielsweise der Füllhalter.