OkumaNeues Solution Center für eine noch bessere Unterstützung der Anwender
Von
Richard Pergler
3 min Lesedauer
Mehr als 900 Interessenten aus der Industrie waren zum Open House von Okuma Europe nach Krefeld gekommen. Zeitgleich feierte der japanische Werkzeugmaschinenhersteller die Eröffnung seines neuen Solution Centers am Standort.
Zahlreiche Maschinen unter Span und im Demomodus verdeutlichten bei Okuma die große Bandbreite der Anwendungen und Zielbranchen der maschinen des japanischen Herstellers.
(Bild: Maschinenmarkt/rw)
Zu seinem Open House 2026 hatte der japanische Werkzeugmaschinenhersteller Okuma an seine Europazentrale nach Krefeld eingeladen. Gleichzeitig eröffnete das Unternehmen feierlich sein neu nach nachhaltigen Standards entworfenes und erbautes Solution Center. Die Besucher bekamen zudem leistungsfähige CNC-Maschinen und -Technologien sowie intelligente Automatisierungslösungen zu sehen, die eine Produktion mit höchster Effizienz, Präzision und Flexibilität ermöglichen sollen.
Ganzheitlicher Lösungsansatz
Gemeinsam mit ausgewählten Partnern präsentierte der Maschinenhersteller im neuen Solution Center an Beispielanwendungen, wie ein ganzheitlicher Lösungsansatz neue Standards in der industriellen Fertigung setzen und ungenutzte Potenziale erschließen kann. Okuma will mit seinen Lösungen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Anwender nachhaltig zu stärken.
Eines dieser beispielhaft präsentierten Anwendungsszenarien besteht etwa aus dem Dreh-/Fräszentrum Multus B300II in Kombination mit dem Robojob Turn-Assist 200i. Diese Lösung vereint performantes Drehen, Fräsen, B-Achsen- und Materialhandlingsprozesse in einer kompakten Einheit. Zwei servogesteuerte Stapeltische und der Nutzlastroboter, der bis zu 25 kg schwere Werkstücke handhaben kann, optimieren die automatisierte Bearbeitung. Mit dieser Lösung verspricht Okuma Multitasking für kleine und mittlere Serien auf höchstem Niveau.
Ebenso zu sehen war die horizontale Doppelspindeldrehmaschine LT2000EX mit dem Okuma-Portallader (OGL). Der leistungsfähige Lader automatisiert das Teilehandling, unterstützt zudem ein gleichzeitiges Be- und Entladen der Maschine während der Bearbeitung. Ein Bevorratungstisch mit 20 Stationen verlängert darüber hinaus die autonome Maschinenlaufzeit der Drehmaschine. Ziel ist, bei der Komplettbearbeitung manuelle Eingriffe und Leerlaufzeiten zu minimieren und die Produktivität zu steigern. Die Automatisierung ist werkseitig in die OSP-Steuerung integriert.
Kurze Zykluszeiten im Fokus
Auch beim automatisierten Teilehandling an der horizontalen Drehmaschine LB3000EX III stehen kurze Zykluszeiten, höchste Präzision und Stabilität im Mittelpunkt. Eine Roboterlösung Cellro Xcelerate 20 übernimmt hier das Teilehandling. Einrichtung und Umrüstung erfolgen über eine intuitive Touchscreen-Bedienoberfläche.
Am horizontalen 4-Achs-Bearbeitungszentrum MS-320H ist dagegen wieder ein Okuma-Portallader (OGL) im Einsatz. Er soll die Gesamteffizienz der Hochgeschwindigkeitsfertigung verbessern. Auch hier ermöglicht ein Bevorratungstisch eine lange autonome Laufzeit der Maschine.
Die Kombinaton aus einem vertikalen 5-Achs-Bearbeitungszentrum Genos M460V-5AX und der Automatisierung Indumatik UL-100 steht für eine simultane 5-Achs-Bearbeitung mit automatisiertem Palettenhandling bei nur geringem Platzbedarf. Das kompakte Design ermöglicht bei geringem Platzbedarf die Nutzung von bis zu acht Nullpunktpaletten. Das System ist für ein Transfergewicht von bis zu 100 kg ausgelegt. Dank der Schiebewagenlösung ist ein Wechsel zwischen automatischem und manuellen Betrieb sehr einfach möglich.
Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum MU-4000V in Verbindung mit dem Magazin- und Handlingsystem Promro Hybrid ID 50 ermöglicht eine durchgängig automatisierte Lösung für ein integriertes Teile- und Palettenhandling. Ein derartiges System verspricht eine hohe Prozesssicherheit sowie maximale Effizienz und Flexibilität in der Fertigung.
Das Magazin verfügt über vier Schubladen zur Teilelagerung, 16 Stationen für Hybridspannsysteme und neun Palettenstationen. Ein Roboter mit einer Nutzlast von 50 kg übernimmt das Handling. All das soll optimale Voraussetzungen für eine zuverlässige, leistungsstarke und hochproduktive Produktion schaffen.
Sinnvolle Ergänzung
Das neue Solution Center ergänzt den bestehenden Showroom der Okuma-Europazentrale. Dort steht unter anderem das Dreh-/Fräszentrum Multus B250II mit der Okuma-eigenen Armroid-Automatisierung. Die basiert auf einem integrierten Roboterarm für das automatisierte Teilehandling.
Werkzeugdatenmanagement
Smart Factory
Daten lückenlos im gesamten Prozess
Eine weitere Neuheit ist die Funktion „Smart Factory“: Sie ermöglicht Anwendern ein nahtloses Werkzeugdatenmanagement in der automatisierten Fertigung. Das System verfolgt damit Werkzeuginformationen vom ersten Messvorgang bis zur Bearbeitung lückenlos nach. Das sichert eine durchgängige Datenkonsistenz im gesamten Prozess. Alle Werkzeugdaten sind zentral an einem sicheren Ort gespeicher. Zudem hat jede Maschine bidirektionalen Zugriff für Updates und Identifikation in Echtzeit. Nach dem Einsatz aktualisieren die Maschinen die Werkzeugdaten automatisch über die OSP-Steuerung. So kann der Anwender Werkzeuge präzise nachmessen oder direkt in anderen Maschinen wiederverwenden. Dank einheitlicher Datenbasis arbeiten alle Maschinen auf derselben Grundlage. Das minimiert Fehler, erhöht die Produktivität und gestaltet zudem die Abläufe deutlich effizienter. Link hier
Ebenso im Showroom findet sich ein horizontales Bearbeitungszentrums MB-5000HII mit automatischem Okuma-Palettenwechsler (APC) für 13 Palettenpositionen. Eine automatisierbare 2-Sattel-Drehmaschine LU3000EX für anspruchsvolle 4-Achs-Bearbeitungen, das Dreh-/Fräszentrum Multus U3000 mit automatischem Werkzeugwechsler, die Okuma Intelligent Technologies für effiziente und stabile Maschinenprozesse sowie die Multus U4000 für vereinfachte, hochpräzise Dreh- und Fräsbearbeitungen runden den Maschinenpark im Showroom ab.
Stand: 08.12.2025
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