Sanierung läuft J. G. Weisser Söhne streicht über hundert Stellen

Quelle: J. G. Weisser Söhne 2 min Lesedauer

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Die Sanierung des traditionsreichen Maschinenbauunternehmens J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG aus St. Georgen im Schwarzwald schreitet weiter voran – allerdings unter herausfordernden Bedingungen.

Der Maschinenbauer J. G. Weisser Söhne ist seit September insolvent und saniert sich derzeit selber. Die Insolvenz hat es nun leider nötig gemacht, sich von über hundert Mitarbeitern zu trennen. Parallel laufen die Gespräche mit möglichen Investoren ...(Bild:  J. G. Weisser Söhne)
Der Maschinenbauer J. G. Weisser Söhne ist seit September insolvent und saniert sich derzeit selber. Die Insolvenz hat es nun leider nötig gemacht, sich von über hundert Mitarbeitern zu trennen. Parallel laufen die Gespräche mit möglichen Investoren ...
(Bild: J. G. Weisser Söhne)

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung läuft bei J. G. Weisser Söhne weiter, heißt es. Und die Gespräche mit potenziellen Investoren würden unverändert fortgeführt. Eine langfristige Lösung für die Zukunft des Unternehmens werde wohl angestrebt. Doch im Rahmen der laufenden Restrukturierung war es nun auch notwendig, personelle Maßnahmen zu ergreifen, weshalb insgesamt 108 Beschäftigte das Unternehmen verlassen müssen, wie jetzt bekannt wurde. Die Betroffenen sollen demnach in eine bis zu einem halben Jahr geltende Transfergesellschaft wechseln, damit der Übergang so sozialverträglich wie möglich verläuft, und um neue Perspektiven zu eröffnen sowie Qualifikationsmaßnahmen anbieten zu können. Diese Entscheidung sei dem Unternehmen außerordentlich schwergefallen, aber gleichzeitig habe es keine Alternative gegeben, um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zu sichern und den laufenden Sanierungsprozess nicht zu gefährden.

Sanierungsweg verläuft holpriger als gedacht

J.G. Weisser Söhne hatte im September 2024 beim Amtsgericht Villingen-Schwenningen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Vorausgegangen waren erhebliche wirtschaftliche Belastungen durch die Auswirkungen der Coronapandemie, was insbesondere in Form von anhaltenden Lieferkettenstörungen und Kostensteigerungen zu spüren war. Die verantwortlichen Akteure setzen, wie es weiter heißt, nun alles daran, eine nachhaltige Zukunft für den Automobilzulieferer aufzubauen. Mehrere Interessenten hätten ihr fortbestehendes Interesse einer Übernahme bekundet, befänden sich jedoch noch immer in der Phase der Prüfung. Und die aktuelle Lage auf den internationalen Märkten sowie die geopolitischen Verwerfungen haben die Abläufe deutlich verzögert, wie es von der Insolvenzverwaltung heißt. Parallel werde eine Alternative entwickelt, der die eigenständige Weiterführung des Unternehmens ermöglichen soll, falls kein tragfähiges Investorenkonzept zustande komme. Dieses Szenario befinde sich derzeit aber noch in konzeptioneller Erarbeitung. Immerhin gibt man zu, dass der Weg steiniger ist als am Anfang angenommen.

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