VHM-Bohrer
Tipps zum besseren VHM-Bohren

Von Walter AG 4 min Lesedauer

Dass es sich lohnt, auch beim Bohren kritisch auf die laufenden Prozesse zu schauen, zeigt Zerspanungsspezialist Walter und gibt praktische Tipps für bessere Zerspanungsergebnisse.

Für ein gutes Ergebnis beim Bohren mit Vollhartmetall muss der gesamte Bohrprozess analysiert werden.(Bild:  Walter AG)
Für ein gutes Ergebnis beim Bohren mit Vollhartmetall muss der gesamte Bohrprozess analysiert werden.
(Bild: Walter AG)

Das Bohren gehört zu den ältesten und vielfältigsten Bearbeitungstechniken, die Menschen entwickelt haben, und ist wohl eine der ältesten Zerspanungstechniken überhaupt. Die ältesten Bohrungen, die wir kennen, sind rund 40.000 Jahre alt. Die spiralförmigen Bohrer, die wir heute nutzen, wurden aber erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie sind also ein Produkt der Industriellen Revolution, in der auch das Bohren in Metall erst wirklich seinen Aufschwung nimmt. Heute entfällt in der zerspanenden Metallbearbeitung auf das Bohren ein Großteil der Bearbeitungen. Vielleicht ist Bohren deswegen auch die Anwendung, über die man sich seltener Gedanken macht, wenn ein neuer Bearbeitungsprozess geplant wird. Und noch viel weniger, wenn er bereits einigermaßen erfolgreich läuft. Tatsächlich lohnt es sich aber, auch beim Bohren kritisch auf die laufenden Prozesse zu schauen.

Die meisten Anwender tun das aber oft erst, wenn sich die Probleme im Prozess häufen: Die Bearbeitungsqualität der Bohrungen verschlechtert sich merkbar, die Bearbeitungszeit steigt deutlich an oder das Worst Case-Szenario tritt ein: der Bohrer bricht. Als schnelle Problemlösungsstrategie setzen viele Prozessverantwortliche dann entweder auf ein anderes Werkzeug oder drehen im Trial-and-Error-Verfahren an den Bearbeitungsparametern. Das funktioniert zumeist auch über einen gewissen Zeitraum. Bleiben die grundsätzlichen Risikofaktoren des Prozesses aber ungelöst, werden sie sich auch irgendwann im Prozess wieder bemerkbar machen.