Werkzeugmaschinen
Toleranzen bei der Bearbeitung halbiert

Ein Gastbeitrag von Robert Fiedelmann 7 min Lesedauer

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Auf präzisen Werkzeugmaschinen wird bereits eine hohe Präzision erreicht. Doch oft unterschätzen Anwender den Einfluss der Temperatur auf die Bearbeitung. Bei Röders hat man sich das genauer angesehen und eine Lösung entwickelt.

Arbeitsraum der RPT800DSH mit beidseitig gelagerter Drehschwenkeinheit.(Bild:  Röders)
Arbeitsraum der RPT800DSH mit beidseitig gelagerter Drehschwenkeinheit.
(Bild: Röders)

„Die langjährige Anwendungserfahrung und die umfangreiche Eigenentwicklung in Konstruktion, Steuerungs- und Regelungstechnik führen bei uns zu einem sehr detaillierten Wissen über unsere Maschinen. Damit können wir sehr gut beurteilen, bei welchen Komponenten sich eine Entwicklung für eine Verbesserung der Präzision lohnt und wo es nicht so viel bringt, bzw. nur die Maschine teurer macht“, erläutert Jürgen Röders, Geschäftsführer und Inhaber der Röders GmbH in 6. Generation. Für eine neue Maschinenbaureihe hat Röders auf dieser Basis die in den bereits hochpräzisen RXP-Maschinen vorhandene Technik in allen Einzelheiten grundlegend bewertet, um darauf aufbauend über sinnvolle Weiterentwicklungen für eine neue Baureihe zu entscheiden.

Bei Präzision auf thermische Effekte achten

Die nach wie vor größte und von den Kunden häufig unterschätzte Ursache für Abweichungen bei der Bearbeitung sind thermische Effekte; darunter fallen insbesondere Temperaturschwankungen am Aufstellort der Maschine. Schafft der Kunde ideale Bedingungen mit hoher Temperaturkonstanz, wirkt sich das direkt auf die Bearbeitungsgenauigkeit aus. Doch das erfordert eine aufwendige Klimatechnik. Doch der Betrieb solcher Anlagen ist sehr energieintensiv. Daher war es für Röders eine wichtige Aufgabe, die Maschinen auch bei nicht idealen Temperaturbedingungen am Aufstellort sehr geometriestabil und damit präzise zu halten.