Geschäftsführertreff Überlebenstechniken für die Unternehmensführung

Von Richard Pergler 5 min Lesedauer

Zu seinem Geschäftsführertreff „Voll wild“ hatte der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer im Raum Heilbronn eingeladen. Die Veranstaltung, die Führungskräfte in der Branche zusammenbringt und miteinander vernetzt, lud zu Unternehmensbesuchen in drei interessanten Betrieben der Wolpert-Gruppe ein und sorgte mit spannenden Beiträgen für eine Erweiterung des Horizonts im Unternehmensalltag.

Zum Geschäftsführertreff „Voll wild“ hatte der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer im Raum Heilbronn in Unternehmen der Wolpert-Gruppe eingeladen. VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter konnte mwhr als 100 Teilnehmer bei der ausgebuchten Veranstaltung begrüßen.(Bild:  Maschinenmarkt/rw)
Zum Geschäftsführertreff „Voll wild“ hatte der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer im Raum Heilbronn in Unternehmen der Wolpert-Gruppe eingeladen. VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter konnte mwhr als 100 Teilnehmer bei der ausgebuchten Veranstaltung begrüßen.
(Bild: Maschinenmarkt/rw)

Es war ein „Voll wild“ in XXL – 106 Teilnehmer waren zu der ausgebuchten Veranstaltung gekommen. Die weiteste Anreise hatte ein Teilnehmer aus der Nähe von Wien, die größte Teilnehmergruppe kam aus dem Sauerland.

Herstellung hochwertiger Formen und Modelle

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in zwei Bussen zur ersten Station, zur Beckenbach Formen- und Modellbau GmbH nach Schönau. Seit der Gründung im Jahr 1965 haben sich die Experten dort der Herstellung hochwertiger Formen und Modelle verschrieben. Die Formexperten sind spezialisiert auf die Herstellung von Serienwerkzeugen, die höchste Präzision und Zuverlässigkeit bieten. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung und modernster Technik entwickeln sie Werkzeuge, die den anspruchsvollen Anforderungen der Serienproduktion gerecht werden. Die maßgeschneiderten Lösungen gewährleisten eine effiziente und reibungslose Produktion von Serienbauteilen. Spezialitäten sind insbesondere 2K- und 3K-Spritzgießformen, 2K-Spritzprägewerkzeuge, Spritzgießwerkzeuge für Glasumspritzung, Vulkanisationswerkzeuge für Dichtsysteme sowie Sonderwerkzeuge.

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Erfahrene Projektmanager stellen sicher, dass alle Schritte transparent und termingerecht ablaufen, sodass sich Auftraggeber auf herausragende Ergebnisse verlassen können. Die Mitarbeiter der Beckenbach Formen- und Modellbau GmbH bieten umfassende Betreuung und Erfahrung, besonders in der Serienproduktion. Ein umfangreiches Dienstleistungsangebot deckt alle Aspekte des Werkzeugbaus ab. Ob Fremdwerkzeuge, Aftermarket-Service, Reparaturen, Zertifizierungen, Abmusterungen oder Moldflow-Analysen – die Werkzeugexperten bieten ihren Auftraggebern maßgeschneiderte Lösungen und unterstützen sie in jeder Projektphase mit ihrer Expertise.

Metallverarbeiter mit Baustellenexpertise

Die nächste Station der Tour war der Bahn-Zulieferer Knapp Engineering GmbH in Bretzfeld-Schwabbach, ebenfalls eine Tochter der Wolpert-Gruppe. Seit 2018 ist das Unternehmen direkter und indirekter Partner der Deutschen Bahn. Die Mitarbeiter haben bereits viele Projekte erfolgreich umgesetzt. Dazu gehören insbesondere die Planung, Fertigung, Lieferung und Montage von Signalauslegern, Berührungsschutz und Lärmschutzwänden. Die Besucher bei „Voll wild“ erfuhren viel über die Arbeit mit den Regularien und Normen der Deutschen Bahn. Sie sind unabdingbare Voraussetzung für die kompetenten Ansprechpartner bei Knapp Engineering GmbH, damit sie als Full-Service-Partner für die Planung dieser Projekte einschließlich des erforderlichen Tiefbaus über die Montage bis hin zur Erstellung der Inbetriebnahmedokumentation alle erforderlichen Schritte abdecken können.

Werkzeuge für die Automobile von morgen

Mit einem eigenen Zwei-Wege-Fuhrpark für Schiene und Straße können die Spezialisten alle erforderlichen gleisgebundenen Arbeiten an den Baustellen in eigener Regie ausführen. Die Leistungen reichen vom einfachen Grabenziehen für Kabelkanäle über die Errichtung von Rammrohrgründungen oder Spundwandgründungen bis hin zur Montage von Baugruppen.

Die dritte Station war die Wolpert Modell- und Formenbau GmbH, ebenfalls in Bretzfeld-Schwabbach. Hier entstehen Werkzeuge für die Automobile von morgen. Wenn es um 1:1-Teile für Prototypen oder um einbaufertige und passgenaue Kleinserienteile geht, ist Schnelligkeit, Flexibilität und Fertigungserfahrung gefordert. Gerade bei Kleinserien von Automobilen handelt es sich meist um Spitzenprodukte für äußerst anspruchsvolle Kunden. Da gibt es zur allerhöchsten Qualität und Zuverlässigkeit keine Alternative. Die Wolpert Modell- und Formenbau GmbH ist hierbei ein exklusiver Entwicklungs- und Fertigungspartner für die OEM.

Innovative Lösungen optimieren die Produktionsprozesse

Mit modernsten Technologien und höchster Präzision entwickeln die Spezialisten Werkzeuge, die sowohl in der Prototypenphase als auch in der Serienproduktion zuverlässig und effizient funktionieren. Die Spezialität dieses Unternehmens sind innovative Lösungen, die Produktionsprozesse optimieren und Produkte schneller zur Marktreife bringen. Dabei legen die Experten großen Wert auf eine strukturierte und transparente Projektabwicklung. Ergänzend bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen umfassende Unterstützung in allen Bereichen der Fertigung und Qualitätssicherung.

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In den Räumen der Wolpert Modell- und Formenbau GmbH stellte Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer, die Aktivitäten des Verbands vor – sie sind, wie die „Voll wild“-Geschäftsführertreffs, zum Großteil auch für Nichtmitglieder zugänglich. In diesem Jahr sind als Highlights noch drei Veranstaltungen „Treffpunkt Werkzeugbau“ sowie das Europatreffen der International Special Tooling and Machining Association (ISTMA) in Berlin.

Nachhaltigkeit wird wettbewerbsentscheidend

Prof. Wolfram Heger sieht viele Unternehmen auf dem notwendigen Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit immer noch am Anfang. In seinem Beitrag zeigte er, dass in absehbarer Zukunft Sustainability und damit auch Daten zum Energieverbrauch oder zum CO2-Footprint eines Unternehmens von Geschäftspartnern mehr und mehr eingefordert werden: Lieferanten werden vor dem Hintergrund ihrer CO2-Bilanz ausgewählt, Normen und Richtlinien werden eingeführt. Wer langfristig nicht abgehängt werden möchte, muss deshalb dringend handeln. „Das kommt nicht irgendwann, das wird auch nicht irgendwann wieder vorbeigehen, das kann man auch nicht aussitzen“, betonte der Nachhaltigkeitsexperte. „Diese Entwicklung ist bereits da, und sie betrifft alle Unternehmen. Unabhängig von ihrer Größe.“ Mit dem vom Arbeitskreis Nachhaltigkeit beim VDWF geschaffenen „Kompendium Nachhaltigkeit“ gibt es einen Leitfaden, der Unternehmen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit begleitet.

Branchenevent

Werkzeug- und Formenbau

VDWF-Geschäftsführer-Treff „Voll Wild“

Das Veranstaltungsformat „Voll wild“ ist der Geschäftsführer-Treff des VDWF. Mehrmals pro Jahr treffen sich hier Führungskräfte aus dem Werkzeug- und Formenbau – auch immer wieder bei den mehrtägigen XXL-Events des Formats mit bis zu 200 Teilnehmern. Austausch zu den ureigenen Themen des Werkzeug- und Formenbaus ist das Ziel, und das Konzept bietet dafür einen perfekten Rahmen. Die Entscheider treffen sich bei unterschiedlichen Unternehmen zu Fachvorträgen. Im Anschluss werden die Betriebe besichtigt und gewähren somit Einblick in die Praxis ihrer Produktion. Link hier

Das Highlight des Abends aber war sicher die packende Keynote von Marc Wallert, der 140 Tage in Gefangenschaft philippinischer Terroristen verbringen musste. Immer bedroht von Gewalt und Tod mussten er und seine Mitgefangenen sehr schnell Strategien entwickeln, um zu überleben und mental gesund zu bleiben. Der Dschungel und die Terroristen - all das hat ihn nicht kaputt gemacht. Es war vielmeher der Alltag danach, der ihn überlastete und ihn letztlich in einen Burn-out getrieben hat. Packend und emotional schilderte der Spiegel-Bestseller-Autor seine Zeit im Dschungel und seine dort entwickelten Überlebensstrategien, die ihm halfen, Dschungel, Burn-Out und weitere Tiefpunkten im privaten und beruflichen Alltag zu überwinden und erfolgreich und stärker aus solchen Krisen herauszukommen.

Genügend Zeit zum Netzwerken

Darüber hinaus hatten die Teilnehmer in den Kommunikationspausen genügend Zeit zum Netzwerken und zum Besuch der kleinen begleitenden Fachausstellung. zub den Ehythmen der Band "Misunderrstood" klang der interessante und mit vielen Informationen vollgepackte Tag schließlich aus.

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