Werkzeugmaschinenbranche

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie fordert Reformen mit Tempo

< zurück

Seite: 2/2

Fachkräftenachwuchs motivieren – Arbeitsmarkt flexibilisieren

Die Werkzeugmaschinenindustrie lebt von und arbeitet mit hochqualifiziertem Personal. Es ist eine wichtige Basis für die Technologieführerschaft und nach wie vor ein wesentlicher Standortvorteil hierzulande. Daueraufgabe der Unternehmen bleibt es, die Attraktivität der Branche auf allen verfügbaren Kanälen zu kommunizieren und hochwertige Arbeitsplätze anzubieten. Ungeachtet des aktuellen Abbaus von Mitarbeitenden bleibt der Bedarf an Fachkräften mittelfristig hoch. Arbeitsmarktreformen würden helfen, Arbeitsplätze zu erhalten und den Aufschwung zu fördern.

„Dabei denke ich an die Deckelung der Sozialausgaben, die Verlängerung und Flexibilisierung der Arbeitszeit, ein höheres Renteneintrittsalter sowie die Entbürokratisierung des Arbeitsrechts“, beschreibt Bernhard die notwendigen Schritte. Für die Tarifpartner sei es an der Zeit, das Freund-Feind-Denken zu den Akten zu legen und am selben Strang zu ziehen, um Beschäftigung zu sichern und auszubauen. „Das sollte vorrangiges Interesse beider Tarifpartner sein“, so Bernhard.

Ingenieurinnen und Ingenieure qualifizieren

Um die Technologieführerschaft zu behalten, setzen insbesondere die kleinen und mittleren Maschinenhersteller auch künftig auf Ingenieurinnen und Ingenieure. Über 60 Prozent der befragten Unternehmen geben in der aktuellen VDMA-Ingenieurerhebung an, dass sie deren Zahl stabil halten oder sogar steigern wollen. Daran werde auch die künstliche Intelligenz nichts ändern. „Die Verbesserung von Bildung und Ausbildung steht schon lange im Forderungskatalog des Maschinenbaus“, sagt Bernhard. Dabei gehe es etwa um die Einführung von Mindeststandards und Qualität im Bildungswesen, die Einführung eines Pflichtfachs Technik in Schulen sowie die zügige Realisierung des Digitalpakts.

Reformen mit Tempo und klaren Prioritäten

„Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist Enabler für die heimische Industrie, damit sie international wettbewerbsfähig bleibt. Wir haben jedoch an vielen Fronten zu kämpfen“, fasst VDW-Vorsitzender Bernhard zusammen. Die Branche bearbeite intensiv die Handlungsfelder, auf die sie Einfluss hat. Bei den hausgemachten Standortproblemen hingegen könne und müsse die Regierung endlich gegensteuern.

Als Mittelständler stehen wir zu diesem Standort, denn wir können unsere Aktivitäten nicht so einfach ins Ausland verlagern. Deshalb erwarten wir wirtschaftspolitische Reformen, die Wachstum und Investitionen hierzulande voranbringen. Wir erwarten klare Prioritäten und vor allem erwarten wir Tempo.

Franz-Xaver Bernhard, Vorsitzender des VDW

(ID:50684536)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung