Keine Bange!

Deutscher Werkzeugmaschinenbau ist gut vorbereitet

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Diversifizierung von Märkten und Branchen lässt hoffen

Rund 50 Prozent der deutschen Exporte gehen in die europäischen Nachbarländer, heißt es weiter. Mit 450 Millionen kaufkräftigen Konsumenten allein in der EU und einer beginnenden Erholung der Industrieinvestitionen bleibe der Kontinent ein interessanter und attraktiver Absatzmarkt. Dort sind deutsche Hersteller bestens etabliert, genießen einen sehr guten Ruf und sind nahe beim Kunden. „Dieses Potenzial kann in Zukunft noch stärker ausgeschöpft werden“, glaubt der VDW-Vorsitzende. Die EU-Kommission will außerdem den Aufbau wettbewerbsfähiger Industrien unterstützen. Das gilt etwa für den Digitalbereich. Im Mittelpunkt stehe die Entwicklung einer kreislauforientierten und krisenfesten Wirtschaft, die Forschung und Innovation fokussiere. Impulse für die Fertigung entstehen durch Investitionen in Modernisierung und Ersatzbedarf.

Das europäische Investitionsgeschehen ist breit gefächert

Besonders dynamisch investierten Luftfahrt und Rüstungsindustrie in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Investitionen in den Ausbau der Solarenergie sowie in die Wasserstoff- und Batteriefertigung sind die Konzentrationen in Spanien, Italien und Portugal. In Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden dominiert das Thema Windenergie. Und ebenfalls in Italien werden weitere Steuergutschriften für Investitionen in der Industrie erwartet. Die Nachfrage sollte aus diesem Grund im laufenden Jahr wieder etwas anziehen.

Osteuropa wird zum Mekka für die Elektromobilität

Der Fachkräftemangel und der notwendige Produktivitätsfortschritt treiben die Investitionen im Maschinenbau außerdem voran. Vom Ausbau der Elektromobilität in der Automobil- und Zulieferindustrie profitiere aktuell vor allem Osteuropa. Internationale OEMs bauen beispielsweise Kapazitäten in Polen, Ungarn, Rumänien und der Slowakei auf. Denn Osteuropa ist aufgrund des geringeren Lohnniveaus und der Verfügbarkeit von Arbeitskräften als Industriestandort besonders interessant. Die Region benötigt deshalb zunehmend moderne Fertigungstechnik. „Es ist nicht so, dass wir in Deutschland keine Mitarbeiter bekommen, die hervorragend ausgebildet sind und hochmotiviert an die Arbeit geben. Diese gibt es! Und es ist unsere Aufgabe, diese auch für die Werkzeugmaschine zu begeistern“, merkt Bernhard an. Denn Werkzeugmaschinen werden für die Zukunft gebraucht. „Wir kriegen eine Energiewende nämlich nicht ohne die Werkzeugmaschine hin“, fügt er hinzu. Ähnliches gelte für die Medizintechnik.

So stehen die Aktie für Deutschland in den USA

Die USA sind derzeit der größte Abnehmer mit einem Anteil von rund einem Fünftel. Die Ausfuhren sind in den letzten 24 Monaten um über 30 Prozent angestiegen, heißt es konkret. Mit niedrigeren Energiepreisen und Steuern, weniger Bürokratie und großen Ausgabenprogrammen wie dem Inflation Reduction und dem Chips Act ziehen die USA nicht zuletzt Investitionen ins Land. Das werde sich unter der neuen Regierung Trump mit America first weiter verstärken. Deutsche Hersteller können profitieren, weil sie breit aufgestellt sind und Technologien bieten, die vor Ort nicht hergestellt, zur Reindustrialisierung jedoch dringend benötigt werden, wie Bernhard glaubt. Auch produzieren schon etliche deutsche Hersteller eh in den USA, die dann von den angedrohten Zöllen nicht betroffen wären.

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