Sehr resilient, aber ... Mittelstand meldet Beschäftigungsrekord – aber mit gewissen Bremsklötzen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Gut 33 Millionen Erwerbstätige zählten die kleinen und mittleren Unternehmen Deutschlands im letzten Jahr, hat die Förderbank KFW analysiert. Das seien so viele wie nie, aber die Bürokratie nerve etwa ...

Herzlich willkommen! Die Förderbank KFW hat in Sachen Mitarbeiterzahlen im deutschen Mittelstand näher hingeschaut. Demnach sind derzeit mehr Personen in diesem Bereich beschäftigt als je zuvor. Wenn einige bestehende Hürden weg wären, wäre es alles noch besser ...(Bild:  KMU-Wissen)
Herzlich willkommen! Die Förderbank KFW hat in Sachen Mitarbeiterzahlen im deutschen Mittelstand näher hingeschaut. Demnach sind derzeit mehr Personen in diesem Bereich beschäftigt als je zuvor. Wenn einige bestehende Hürden weg wären, wäre es alles noch besser ...
(Bild: KMU-Wissen)

Binnen Jahresfrist seien etwa 207.000 Erwerbstätige im deutschen Mittelstand hinzugekommen. Im Jahr zuvor sind in diesem Umfeld jedoch fast eine halbe Million neue Arbeitsplätze entstanden, wie die KFW noch herausgefunden hat. Die mittelständischen Unternehmen haben offensichtlich auch in diesen schwierigen konjunkturellen Zeiten erneut eine hohe Resilienz bewiesen. Das heiße allerdings nicht, dass es ihnen wirklich gut gehe! Die Unternehmen leiden ja bekanntlich unter steigenden Kosten und der Druck auf die Renditen ist dadurch hoch. Zusätzlich ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auf einem Tiefpunkt. Denn nur 39 Prozent (oder 1,51 Millionen) der Mittelständler haben Investitionsprojekte umgesetzt, wie die KFW präzisiert.

Sechs Plagen nehmen dem deutschen Mittelstand den Atem

Das seien genauso viele wie ein Jahr zuvor, was einen Wert nahe am Allzeittief markiere. In Summe steckten kleine und mittlere Unternehmen 2024 nominal rund 221 Milliarden Euro in neue Anlagen und Bauten –gerade mal zwei Milliarden Euro mehr als 2023. Bereinigt um Preissteigerungen (also real) lag das Neuinvestitionsvolumen nach Berechnungen der KFW damit erneut im Minusbereich. Die größten Hemmnisse für Investitionen heißen hohe Preise für Energie, Material und Löhne. Hinzu kommen die allgemeine Konjunkturflaute sowie die Unwägbarkeiten der Handelspolitik der US-Regierung. Und eins der drängendsten wirtschaftspolitischen Themen aus Sicht des Mittelstands ist der Bürokratieabbau. Denn im Schnitt gehen rund sieben Prozent der Arbeitszeit von Beschäftigten beziehungsweise 32 Stunden im Monat für bürokratische Prozesse drauf. Alles in allem sollte die Politik alles dafür tun, dass der deutsche Mittelstand wieder mehr Puste in die Lungen bekommt.

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