Automatisiertes Werkstückhandling
Verschieden große Serien wirtschaftlich fertigen

Ein Gastkommentar von Michael Hobohm 8 min Lesedauer

Um mit wenig Aufwand auf unterschiedliche Aufspannsituationen und Teilegrößen flexibel und schnell reagieren zu können, setzt Lohnfertiger FMB Maschinenbau auf das automatisierte Werkstückhandling von Gressel.

Detail einer Kühlplatte. Zu 99,99 Prozent aus Kupfer bestehend, fertigt FMV die Platten in mehreren Ausführungen, hauptsächlich für die Halbleiterindustrie.(Bild:  FMV)
Detail einer Kühlplatte. Zu 99,99 Prozent aus Kupfer bestehend, fertigt FMV die Platten in mehreren Ausführungen, hauptsächlich für die Halbleiterindustrie.
(Bild: FMV)

Unscheinbar lag nach dem Besuch von Andreas Brunhofer, Produktspezialist Automation bei Gressel, ein kleiner Flyer in der Fertigung von FMV aus Keltern-Dietlingen. Für Till Würtemberger, einen der Geschäftsführer des Lohnfertigers, wurde das Überfliegen zum Initial für eine massiv laufzeiterweiternde Automationslösung.

Die Maschinen in Fertigungsbetrieben müssen laufen. Und das umso dringender, je höher das Invest ist. Fertigungszellen gehören in diese gehobene Kategorie, zumal oft Roboter, Handling- und Speichersysteme, Spannmittelbahnhöfe und Teilewagen integriert sind. Bei FMV kommen noch ein Tauchbecken und ein Trockner für die Teilereinigung hinzu. Damit war die Fertigungszelle von FMB Maschinenbau aus Faulbach auf die Bearbeitung von Kühlplatten für den Halbleitermarkt zugeschnitten worden. Ein Geschäft, das Boomzeiten und Flauten kennt. Was aber, wenn wieder ein Rückgang zu verzeichnen war? Stand dann die Anlage? An diesem Punkt kam der Flyer von Gressel ins Spiel, der – wechselseitig zum teilespezifischen, seriellen Handling in der Zelle – eine Automation für beliebig geformte Teile in kleinen und mittleren Losgrößen beschreibt.