Stark im Sturm
Große Verzahnungen um 55 Prozent schneller schruppen

Ein Gastbeitrag von Nico Sauermann 4 min Lesedauer

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Der Voith-Schneider-Propeller meistert extreme See dank perfekter Verzahnungen – ermöglicht durch Hochvorschubfräser von Horn und Boehlerit für mehr Leistung und Standzeit.

Bei Voith setzt man auf Bearbeitungszentren von Grob.(Bild:  Horn/Sauermann)
Bei Voith setzt man auf Bearbeitungszentren von Grob.
(Bild: Horn/Sauermann)

Hohe Wellen, der Wind stürmt gegen Backbord und die Gischt peitscht über das Deck. Das Versorgungsschiff ist nur wenige Meter von den gewaltigen Stützfüßen der Offshore-Plattform entfernt. Jedoch weicht das Schiff nicht einen Meter von seiner Position. Wie ist das möglich? Die Crew steuert dieses mit Voith-Schneider-Propellern. Seit rund 100 Jahren produziert Voith diesen speziellen Antrieb im schwäbischen Heidenheim. Die Kraftübertragung geschieht der mechanischen Variante über enorme Verzahnungsbauteile. Zum Schruppen der Verzahnungen setzt das Team um den Prozess-Ingenieur Dr. Thomas Glaser auf Hochvorschub-Frässysteme der Paul Horn GmbH und Boehlerit.

Durch seine Bauweise erzeugt ein Voith-Schneider-Propeller (VSP) Schub in jede beliebige Richtung. Er ist daher Antrieb und Steuerung in einem. Dank kurzer Reaktionszeiten auf Steuerbefehle ermöglicht der VSP zudem auch unter widrigen Bedingungen schnelles, sicheres und präzises Manövrieren. Sogar eine seitliche Bewegung (Traversieren) ermöglicht dieses System. Zum Einsatz kommt dieses Antriebskonzept bei Schiffen, die eine hohe Manövrierfähigkeit benötigen. Dazu zählen beispielsweise Hafenschlepper, Doppelendfähren, Schwimmkräne sowie Bohrinselversorgungsschiffe.