Ratgeber
Von der Standardkomponente zur maßgeschneiderten Vorrichtung

Ein Gastbeitrag von Jürgen Fürst 6 min Lesedauer

Komplexe Zerspanung fordert flexible Spanntechnik, bei der Standards oft versagen. Gefragt sind tiefes Prozesswissen und starke Beratung für maßgeschneiderte Vorrichtungen, die sinkende Losgrößen perfekt meistern.

Zeit ist wichtigster Faktor. Zu Beginn eines Projekts Vorrichtungsbau stellt AMF ein funktionsübergreifendes Team mit Personen aus Konstruktion, Fertigung und Einkauf sowie einem Projektleiter zusammen. Die be-sprechen sich hierarchiefrei und auf Augenhöhe und können dann später Entscheidungen in zwei Stunden treffen, wo es bei anderen schon mal zwei Wochen dauert.(Bild:  AMF)
Zeit ist wichtigster Faktor. Zu Beginn eines Projekts Vorrichtungsbau stellt AMF ein funktionsübergreifendes Team mit Personen aus Konstruktion, Fertigung und Einkauf sowie einem Projektleiter zusammen. Die be-sprechen sich hierarchiefrei und auf Augenhöhe und können dann später Entscheidungen in zwei Stunden treffen, wo es bei anderen schon mal zwei Wochen dauert.
(Bild: AMF)

„Wir erhalten schon seit längerem immer häufiger Anfragen nach umfangreichen Lösungen, die weit über ein einzelnes Spannprodukt hinausgehen“, berichtet Chris Vogel, Leiter Key Account Projekte International bei der Andreas Maier GmbH & Co. KG (AMF). „Vor allem durch ständig sinkende Losgrößen und gleichzeitig größerer Teilevielfalt ist mehr Flexibilität gefordert, als ein einzelnes Spannelement alleine leisten kann“, ergänzt Projektleiter Thomas Kirchner aus dem Fellbacher Traditionsunternehmen. Da sind dann Zuhören, Prozessverständnis und Beratungskompetenz gefragt. Die wichtigste Voraussetzung dabei sei, dass ein beratender Anbieter technologieoffen denkt und berät.

Wenn die Stunde der individuellen Projektlöser schlägt

Nun mag man Anbietern durchaus redliche Absichten einräumen. Wirklich technologieoffen beraten kann jedoch wahrscheinlich nur ein Unternehmen, das auch über die gesamte Bandbreite der Spanntechnik verfügt. Da sollten dann also durchaus mechanische, pneumatische und hydraulische Spannelemente zum Portfolio gehören, ebenso wie Nullpunkt-Spanntechnik, Magnet- und Vakuumtechnik sowie Schnellspanner. Und genau dann, wenn die Standardware das Problem nicht lösen kann, schlägt die Stunde der individuellen Projektlöser. Die Zahl an Anbietern, die das können, ist allerdings klein und die Branche meist sehr verschwiegen.