G-Code-Verifikation
Teure Unsicherheiten durch echten G-Code-Check auflösen

Ein Gastbeitrag von Ansgar Claes 6 min Lesedauer

Klassische CAM-Simulationen bilden das Verhalten realer Maschinen oft unzureichend ab. Das führt zu zeitraubenden Probeläufen und Verlusten von bis zu 46.000 Euro pro Jahr. Warum die Verifikation des realen NC-Codes zum Wettbewerbsvorteil wird.

Während klassische Maschinenmodelle häufig nur die Geometrie abbilden, berücksichtigt der digitale Zwilling in NCSIMUL zusätzlich Maschinenkinematik, Steuerungslogik, Achsdynamiken und reale NC-Befehle. Dadurch wird das tatsächliche Maschinenverhalten simuliert.(Bild:  Hexagon)
Während klassische Maschinenmodelle häufig nur die Geometrie abbilden, berücksichtigt der digitale Zwilling in NCSIMUL zusätzlich Maschinenkinematik, Steuerungslogik, Achsdynamiken und reale NC-Befehle. Dadurch wird das tatsächliche Maschinenverhalten simuliert.
(Bild: Hexagon)

Es ist eine Szene, die sich täglich auf dem Shopfloor abspielt: Das NC-Programm ist geladen, die Maschine bereit – doch der Bediener reduziert zunächst das Potentiometer für den Vorschub auf zehn Prozent. Nicht, weil die Maschine es verlangt, sondern aus gesunder Skepsis.

Viele Programme erscheinen in der CAM-Simulation kollisionsfrei, verursachen an der realen Maschine jedoch unkontrollierte Eilgänge, zeitversetzte Revolver- oder Spindelbewegungen in Multikanalumgebungen sowie steuerungsspezifische Verfahrbewegungen zu Messpunkten und Werkzeugwechselpositionen. Das Problem liegt selten an der Simulation selbst, sondern häufig an der fehlenden Rückkopplung zwischen digital geplantem Prozess und realem Maschinenverhalten. Der Druck, diese Unsicherheit zu reduzieren, wächst.