Grob-Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025 Wissen tanken für die Praxis

Von Richard Pergler 5 min Lesedauer

Beim „Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025“ im Grob-Werk in Mindelheim vermittelten Experten unter dem Motto „Maximaler Vorsprung dank innovativer Prozesse“ wertvolles Know-how für die alltägliche Praxis in Werkzeug- und Formenbauunternehmen.

Die Besucher beim „Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025“ sahen für die Werkstücke im Werkzeug- und Formenbau relevante Anwendungen unter Span aus verschiedensten Bereichen.(Bild:  Maschinenmarkt/rw)
Die Besucher beim „Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025“ sahen für die Werkstücke im Werkzeug- und Formenbau relevante Anwendungen unter Span aus verschiedensten Bereichen.
(Bild: Maschinenmarkt/rw)

Zu seinem „Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025“ hat der Werkzeugmaschinenhersteller Grob gemeinsam mit seinen Partnern Tebis (CAD/CAM und MES), FCS System (Nullpunktspannsystem), Haimer (Werkzeugvoreinstellung und Werkzeugaufnahmen) und OSG (Präzisionswerkzeuge) eingeladen. 40 fachkundige Teilnehmer konnten aktuelles Praxiswissen zur Optimierung der Prozesse im Werkzeug- und Formenbau mitnehmen.

Wissen aus der Praxis - für die Praxis

Wissensvermittlung pur für Praktiker stand im Fokus der Veranstaltung. Unter dem Motto „Maximaler Vorsprung dank innovativer Prozesse“ hatten die Anwender aus den Unternehmen die Möglichkeit, gemeinsam mit den Experten von Grob, Tebis, Haimer, FCS und OSG die beste Lösung für ihre produktionstechnischen Herausforderungen zu finden. Die Teilnehmer erwarteten unter anderem spannende Live-Demos, aktuelle Fachvorträge mit intelligenten Lösungswegen für die alltägliche Praxis wie auch die strategische Ausrichtung der Prozesskette, Diskussionsrunden und optional ein Betriebsrundgang durch die Fertigungshallen von Grob.

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Die Begrenzung der Veranstaltung auf 40 Teilnehmer war den Veranstaltern wichtig – so war etwa bei den Praxisphasen an der Maschine gewährleistet, dass die nochmals in Gruppen unterteilten Teilnehmer optimalen Zugang zur Bearbeitung haben und dass die Experten des Maschinenherstellers und der Partner bestmöglich auf die individuellen produktionstechnischen Bedürfnisse und Fragen ihrer Gäste eingehen konnten.

Die Teilnehmer erlebten einen Tag voller Innovation, Praxis und Know-how rund um moderne Bearbeitungsstrategien und präzise Werkzeugtechnologien. In Live-Demonstrationen zeigten aktuelle Grob-5-Achs-Bearbeitungszentren ihre Leistungsfähigkeit, insbesondere, wenn sie mit intelligent programmierten Bearbeitungsstrategien kombiniert werden.

Programm mit zahlreichen Highlights

Aufgrund ihrer Bauweise sind die Maschinen auch für sehr hohe Anforderungen an die Präzision geeignet – die sehr hohe Stabilität wird ergänzt mit intelligenter Software und bei Bedarf auch mit entsprechender Kompensation. So kann die Maschine etwa auch die minimale Durchbiegung, die ein Maschinentisch bei Belastung mit einem schweren Werkstück unweigerlich erfährt, ausgleichen und sehr genaue Bearbeitungsergebnisse liefern.

Gerade hochwertige Maschinen sollten möglichst geringe Stillstandszeiten aufweisen. Der Schlüssel dazu ist eine intelligente Automatisierung – sinnvoll gerade auch bei Losgröße 1. FCS System hat mit seinem Breyl-Nullpunktspannsystem eine Spannlösung im Portfolio, die in einem Werkzeugbauunternehmen entstanden ist und die mit einer Wiederholgenauigkeit von gerade einmal 9 µm punkten kann. Diese präzisen Spannlösungen für die Werkstückspannung zwischen dem Maschinenbett und der Spindel sorgen für ein hohes Maß an Flexibilität während des gesamten Fertigungsprozesses.

Dank der modularen und standardisierten Komponenten, die sich mit einer eigenen Software automatisch, passend zum Werkstück und zur Bearbeitung, konfigurieren lassen und die dann auf der Maschine quasi wie mit einem Baukasten zusammengefügt werden, gewährleistet das Spannsystem Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die spezifischen Bedürfnisse jeder Anwendung.

Eine nicht zu unterschätzende Schnittstelle ist auch die zwischen Maschine und Werkzeug. Die richtig ausgewählte Werkzeugaufnahme kann eine Bearbeitung deutlich prozesssicherer gestalten. Der Spezialist für diesen Bereich, das familiengeführte, mittelständische Unternehmen Haimer mit Hauptsitz im bayerischen Igenhausen bei Augsburg, entwickelt, fertigt und vertreibt innovative und hochpräzise Produkte für die Metallzerspanung. Eingesetzt werden sie in vielen sehr unterschiedlichen Branchen und Industrien. Unter anderem im Werkzeug- und Formenbau, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, dem Energiesektor und dem allgemeinen Maschinenbau.

Spezielle Anforderungen an die Werkzeugaufnahmen

Und jede dieser Branchen, aber auch jede individuelle Anwendung stellt bei der Bearbeitung der Werkstücke ihre ganz speziellen Anforderungen an die verwendeten Werkzeugaufnahmen. In dem weiten Spektrum von der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung bis hin zur Schwerzerspanung bietet Haimer für alle spezifischen Anforderungen die passenden Werkzeugaufnahmen und Werkzeugspanntechniken an. Ziel ist, den Anwendern damit nachhaltige und umfassende Lösungen zu bieten, die Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

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Dazu gehört nicht zuletzt auch das verwendete Präzisionswerkzeug. Der japanische Spezialist OSG hat mehr als 80 Jahre Erfahrung als einer der führenden Hersteller von Zerspanungswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Besonders im Werkzeug- und Formenbau ist OSG mit leistungsstarken Fräs-, Bohr- und Gewindewerkzeugen etabliert. Dank fundiertem Know-how, das die Experten von OSG beim Technologietag bereitwillig mit den Teilnehmern teilten, sowie mit dem Einsatz moderner Fertigungstechnologien und einer engen Zusammenarbeit mit den Anwendern in der Industrie ermöglicht OSG präzise, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Lösungen für unterschiedlichste Bearbeitungen.

Rationelles und prozesssicheres Tieflochbohren

Unter anderem präsentierte der Hersteller, dessen deutsche Tochter OSG GmbH ihren Sitz in Göppingen hat, Werkzeuge zum rationellen und prozesssicheren Tieflochbohren. Mit den richtigen Bohrwerkzeugen, aber auch den passenden Zyklen sind auch Querbohrungen kein Hindernis. Aber auch neue Wege in der Gewindebearbeitung jenseits der geläufigen Standards oder das Schruppen mit Strategien, die maximale Effizienz und Performance versprechen, wurden ausführlich beleuchtet.

Grob

HWerkzeugmaschinenhersteller

Technik auf höchstem Niveau

Seit Generationen steht das Familienunternehmen Grob für qualitativ hochwertige Produkte, zukunftsweisende Technologien und höchste Zuverlässigkeit. Vom Vertrieb über Konstruktion und Produktion bis hin zur Inbetriebnahme erfüllen die qualifizierten Ingenieure und Techniker des Werkzeugmaschinenherstellers anspruchsvollste Anforderungen ihrer Anwender und verschaffen Grob damit eine Spitzenposition im Bau hochinnovativer Produktions- und Automatisierungssysteme. Link hier

Wenn’s um die optimale Strategie geht – werden die Grundlagen dazu in der Produktentwicklung und in der Konstruktion gelegt. Hier ist die Digitalisierung der Prozessketten ein wichtiger Faktor. Tebis, Spezialist für CAD/CAM-Software und MES, bietet eine leistungsfähige Lösung fürs Konstruieren und Programmieren. Mit einer intelligenten Feature-Erkennung lässt sich sogar das Programmieren zu einem Gutteil automatisieren – der Programmierer wird von Routinearbeiten entlastet und hat Zeit für seine Kernaufgaben. Ein konsequent, mit teilweise in Werkzeug- und Spannmittelbibliotheken hinterlegten Echtdaten arbeitender digitaler Zwilling sorgt für prozesssichere, kollisionsfreie Abläufe auf der Maschine.

Alle Daten laufen hier zusammen

Wer die Möglichkeiten des CAD/CAM-Systems von Tebis stringent nutzt, kann zudem sehr valide Aussagen, etwa zu Bearbeitungszeiten, treffen. In einem übergeordneten System wie dem MES ProLeiS laufen alle Daten aus den für die Fertigung notwendigen Systemen, Maschinen, Abteilungen und Abläufen zusammen. Mit dem Prozessleit- und Steuersystem planen und steuern mittelständische Werkzeug- und Formenbauunternehmen flexibel ihre wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Prozesse. Dabei entsteht ein hohes Maß an Transparenz in Fertigung und Produktivität – Grundlage für belastbare Entscheidungen.

Auch die modular entwickelten Web-Applikationen von Grob-NET4Industry sind ein interessanter Baustein im Bereich der Digitalisierung. Sie ermöglichen etwa die maschinenunabhängige Datenerfassung und Auswertung, aber auch eine werksübergreifende Vernetzung und Digitalisierung der Produktionsprozesse. Das System integriert auch Maschinen von Fremdherstellern und ist mit Steuerungen von Siemens, Heidenhain, Fanuc, Beckhoff und anderen Anbietern kompatibel. Eine zusätzliche Hardware ist dafür nicht notwendig.

Sehr hohe Transparenz im Unternehmen

Intensive Diskussionsrunden und der persönliche Austausch mit Experten sowie ein ausgiebiger Betriebsrundgang durch die Fertigungshallen von Grob rundeten den „Technologietag Werkzeug- und Formenbau 2025“ ab.

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