Bewegende Innovationen Die EMO 2025 spiegelt die Zukunft des Automobilbaus

Quelle: VDW / Cornelia Gewiehs 4 min Lesedauer

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Im Rahmen der kommenden EMO erfährt man unter anderem, wie Prozessdaten sinnvoll genutzt werden können, was die Bauteilqualität für Getriebe bedeutet und wie man die knifflige Werkstoffe schleift.

Mehrere Trends und Forderungen verändern den Fahrzeugbau. Wie man sich den Herausforderungen mittels Technik und Strategie stellen kann, wird ein Teil der Präsentation im Rahmen der EMO 2025 vom 22. bis 26. September in Hannover sein ...(Bild:  VDW)
Mehrere Trends und Forderungen verändern den Fahrzeugbau. Wie man sich den Herausforderungen mittels Technik und Strategie stellen kann, wird ein Teil der Präsentation im Rahmen der EMO 2025 vom 22. bis 26. September in Hannover sein ...
(Bild: VDW)

Seit gut 50 Jahren zieht die Suche nach den effizientesten Maschinen, Werkzeugen und Anlagen Fachbesucher und Experten aus der Fahrzeugherstellung und Zulieferbetrieben auf die Messe EMO nach Hannover, der Weltleitmesse der Produktionstechnologie. Und die derzeitige Transformation der Automobilindustrie – immerhin zweitgrößter Abnehmer von Werkzeugmaschinen – verändert die Schwerpunkte der EMO-Präsentationen. Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) markieren dabei die Entwicklungstrends. Neue Antriebskonzepte werfen aber auch die Frage auf, ob es nun mehr um die Fertigung mechanischer Komponenten für Elektroautos geht, oder um Verdichter- und Motorwellen für Brennstoffzellen. Ideen für Kreislaufwirtschaft oder Batterierecycling rücken dabei auch in den Fokus des Interesses, weil sich auch die regulatorischen Rahmenbedingungen drastisch ändern. Und über allem steht einmal mehr die Herausforderung, möglichst effizient und flexibel zu arbeiten, um schnell auf Kundenwünsche regieren zu können. Moderne Werkzeugmaschinen bleiben dabei hoch im Kurs.

Deutsche Autohersteller brauchen die moderne Fabrik

„Für den Aufbau leistungsfähiger, flexibler und nicht zuletzt auch resilienter Fabriken sind moderne Werkzeugmaschinen und innovative Produktionssysteme essenziell“, bringt es Dr. Markus Heering, Geschäftsführer beim EMO-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), auf den Punkt. Unter dem Motto „Innovate Manufacturing“ steht die EMO deshalb für Neues aus der Technik, Internationalität und Inspiration – für die Zukunft der Metallverarbeitung. Zugleich unterstreicht Heering die Expertise der Messe für branchenspezifische Neuerungen, denn die Werkzeugmaschinenindustrie steht immer im engen Austausch mit den Unternehmen der Fahrzeugherstellung. Doch im scharfen internationalen Wettbewerb – vor allem angesichts der chinesischen Autohersteller – geht es um Design, Ausstattung, Qualität und um nicht zuletzt um die Kosten. Deutsche Autobauer können sich nur behaupten, wenn die Modernisierung der Fabriken klappt. Das gilt laut Heering sowohl für OEMs als auch für mittelständisch geprägte Zulieferunternehmen.

Digitalisierung in der Autobranche ist kein Selbstzweck

Die moderne Fabrik charakterisiert sich etwa mit einer durchgängigen Prozessautomatisierung, präzise abgestimmten Schnittstellen und integrierten Digitalisierungs-Tools. Dafür haben die Hersteller von Werkzeugmaschinen auch schon vorgesorgt. Sie statten ihre Maschinen nämlich bereits ab Werk mit umfangreicher Sensorik und Monitoringsystemen aus. Das bietet die Grundlagen für Datenerfassung und -analyse. Anwendern soll so der Einstieg in die datengesteuerte Produktionstechnik erleichtert werden, in der sich Prozesse visualisieren und optimieren lassen. Digitalisierung ist im Übrigen kein Selbstzweck. Das betonte jüngst Dr. Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG in einem Interview. Sie sei vielmehr ein wichtiger Enabler der Industrie. Der Trend gehe deshalb hin zu ganzheitlichen Maschinensystemen, mit denen sich vergleichsweise kleine Stückzahlen im Bereich des Antriebsstrangs von Elektroautos ebenso wirtschaftlich, effizient und prozesssicher fertigen lassen, wie Massenprodukte. Auch vielfältige Ausstattungsvarianten und Designmerkmale, mit denen Fahrzeughersteller Kaufanreize setzen wollen, erfordern flexible Fertigungssysteme.

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