Arbeitserleichterungen

Smarte Werkzeugmaschinen chatten mit dem Anwender

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KI als Trainerin für individuelle Hilfe bei der Arbeit

Mit den technischen Möglichkeiten, Menschen bei ihrer Arbeit in der Produktion bestmöglich zu unterstützen, beschäftigt sich auch Dr. Elisa Roth, CEO von Augmented Industries aus München. Technologiegestütztes Lernen und Werkerassistenzsysteme heißen etwa die Aspekte für ihre Promotion am Institute for Manufacturing der University of Cambridge. Die Bandbreite der Möglichkeiten, mit denen sie sich auseinandersetzte, reichte von Exoskeletten und Datenbrillen bis hin zu Virtual und Augmented Reality. Roth kann rückblickend zusammenfassen, dass die Technik zwar faszinierendes Potenzial hat, sich aber vieles davon als sehr komplex, mitunter technisch instabil oder nicht wirtschaftlich erweist. „Nicht alles passt immer zur Produktion“, stellt sie fest. Was gebraucht werde, seien also Stabilität, schnelle Erfolgserlebnisse, geringer Aktualisierungsaufwand und Freiraum für die Mitarbeiter, soweit möglich.

KI vermindert die Angst vor dem Versagen

Und als Mitbegründerin von Augmented Industries fokussiert sich Roth auch auf den Einsatz von KI für ein individuelles Werkerassistenzsystem. Das soll sich arbeitsbegleitend direkt in Produktion und Service einsetzen lassen. Entsprechend den betrieblichen Voraussetzungen könne es mit vielen Endgeräten (Touchscreen, PC, Smartphone oder Tablet) genutzt werden. Die KI wird zuvor mit unternehmens- und prozessrelevanten Informationen gefüttert. Sie kann dann digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellen und Fragen beantworten, heißt es. Sie helfe so dabei, Hemmschwellen abzubauen. Das Roth-Fazit: „Wir konnten feststellen, dass es vielen Beschäftigten leichter fällt, die KI zu befragen als gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen womöglich Wissenslücken zu offenbaren.“

KI-Wissensvermittlung in kleinen Portionen ist besser

In der Aus- und Weiterbildung gehe der Trend eindeutig zu digitalen Systeme, so die Expertin. Das sei der Fall weil sich Unternehmen Abwesenheitszeiten wegen einer Weiterbildung immer seltener leisten könnten. Auch fehle es vor allem an guten Trainern, sodass an digitaler Unterstützung kein Weg vorbei führe. In der Produktion, in der rund 70 Prozent des geforderten Wissens produkt- und prozessspezifisch seien, bringe deshalb Schulungsmaterial „von der Stange“ nicht sehr viel. Der Vorteil der Trainer-KI ist laut Roth nämlich, dass alle Informationen ausschließlich aus dem Unternehmen selbst stammen und sich didaktisch aufbereiten lassen. So verwandle die KI schon mal eine 100 Seiten lange Arbeitsanweisung in lauter kleine sogenannte Wissens-Nuggets, die jeweils höchstens drei bis fünf Minuten dauern, um gut aufgenommen zu werden.

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