Die Aussteller, die sich auf der EMO 2025 in Hannover präsentieren werden, stehen auch für Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Folgendes kann erlebt werden ...
Die EMO Hannover 2025 hat drei Schwerpunktthemen zu bieten. Eins davon heißt Nachhaltigkeit. Hier kommen nun einige Beispiele von Ausstellern, wie sie das in ihrem Unternehmen erreichen. Ceratizit setzt etwa auf das Recyceln von Fräsern (im Bild) & Co..
(Bild: Ceratizit)
Heute zählen die ressourcenschonende Produktion, verringerte Emissionen und die Kreislaufwirtschaft, um Umwelt und Klima zu schonen. Unternehmen, die also nachhaltig handeln, sichern nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit, sondern übernehmen Verantwortung für die kommende Generationen. Auf der EMO Hannover 2025 gehört deshalb das Thema Nachhaltigkeit zu den Präsentationsschwerpunkten. Denn nachhaltig ausgerichtete Produkte und Prozesse gelten als Schlüssel für eine lebenswertere Gesellschaft. Mit den drei Fokusthemen Nachhaltigkeit, Automatisierung und Digitalisierung eröffnet die EMO Hannover 2025 einen klaren Blick auf die Produktion von morgen mit effizienten Prozessen. Die nachfolgenden Beispiele aus der Metall bearbeitenden Industrie wollen vor diesem Hintergrund zeigen, wohin die Reise in Sachen Nachhaltigkeit derzeit geht, oder gehen kann ...
Ceratizit macht Nachhaltigkeit zur Mission
Als einer der führenden Anbieter von Hartmetall-Werkzeugen setzt sich etwa die Ceratizit Deutschland GmbH aus Kempten intensiv für mehr Nachhaltigkeit in Metallbearbeitung ein. Dazu verfolgt das Unternehmen eine weitgreifende Strategie mit zahlreichen Stellschrauben, um CO2-Emissionen senken. Damit die ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele auch erreichbar sind, setzt Ceratizit auf definierte Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Recycling von ausgedienten Zerspanungswerkzeugen ist dabei ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Der eigens entwickelte und optimierte Recyclingprozess ermöglicht es deshalb, einen besonders hohen Anteil des verwendeten Rohmaterials für Werkzeuge und Hartstoffsysteme aus Sekundärrohstoffen zu gewinnen. Das schont die Materialressourcen. Durch den Einsatz von wiederaufbereitetem Hartmetall wird aber auch der Product Carbon Footprint (PCF) von Produkten signifikant verringert. Um maximale Performance mit bestmöglicher Nachhaltigkeit zu vereinen, entwickelt Ceratizit etwa Hartmetallsorten mit weitgehend geschlossenen Materialkreisläufen. Die jüngste Entwicklung betrifft eine spezielle Fräswerkzeug-Linie, deren Vertreter zu mindestens 99 Prozent aus wiederaufbereitetem Hartmetall bestehen. Damit verursachten sie die niedrigsten CO2-Emissionen in ihrer Klasse. Durch die aktuelle Geometrie- und Beschichtungstechnik erreichen diese Fräser auch noch eine bis zu 30 Prozent höhere Performance als Vergleichsprodukte für die Zerspanung. Sie eignen sich auch für viele Materialien. „Unser Ziel ist es, einen gemeinsamen Standard zur Berechnung und Klassifizierung des CO2-Fußabdrucks von Zerspanungswerkzeugen, Hartstoffprodukten und Hartmetallpulvern auf dem Markt zu etablieren“, erklärt Ceratizit-Vorstandssprecher Dr. Andreas Lackner. Das schafft Transparenz mit Blick auf die Emissionen. Basis ist ein eigenes Berechnungsmodell für die PCF-Werte inklusive Klassifizierung. Dieses hat übrigens auch in das VDMA-Einheitsblatt 35111 Einzug gehalten, das in einem Konsortium erarbeitet wurde.
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Werkzeughersteller Ingersoll setzt auf Nachhaltigkeit so ...
Bei der Ingersoll Werkzeuge GmbH aus Haiger sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz zentrale Bestandteile der Unternehmensphilosophie. „Wir haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftlich effizient zu bleiben“, informiert der dortige Umwelt- und- Energiemanagementbeauftragte Leon Pulverich. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist die Umstellung auf nachhaltige Verpackungen. Das wird durch den Einsatz umweltfreundlicher Materialien und durch die Reduktion von Verpackungsmaterialien insgesamt erreicht, heißt es dazu. Darüber hinaus bietet Ingersoll den Nachschliff seiner Vollhartmetall-Werkzeuge an. Dieser Service verlängert die Einsatzdauer der Werkzeuge und senkt dabei den Bedarf an neuen Rohstoffen. Ein weiterer Beweis für die Nachhaltigkeitsbestrebungen von Ingersoll ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Firmengelände. Und mit einer jährlichen Stromerzeugung von circa 700.000 Kilowattstunden spare man damit etwa 184 Tonnen CO2 ein. Nicht zuletzt hilft das, die Energiekosten zu reduzieren. Auch legen die Ingersoll-Verantwortlichen bei der Auswahl neuer Maschinen großen Wert auf Energieeffizienz. Moderne Maschinen tragen nämlich dazu bei, sowohl den Energiebedarf als auch die Betriebskosten zu drücken. Ingersoll ist überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz Hand in Hand gehen können und müssen. Auf der EMO Hannover finde Ingersoll aber wir sicher zahlreiche weitere Impulse, um diesen Weg weiter erfolgreich zu beschreiten.
Stand: 08.12.2025
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