Neues Deutschland Über 100 Gründer und Manager fordern Neustart für Deutschland

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Am 1. Juli ist ein Spitzentreffen der Koalition geplant, bei dem es um ein Reformpaket für den Standort Deutschland geht. Industrie-Entscheider mahnen ...

Der Standort Deutschland muss reformiert werden. Das will die Politik auch in die Wege leiten. Vorschläge und Mahnungen dazu gibt es nun in einem Katalog, den Gründer und Manager zusammengestellt und unterzeichnet haben ...(Bild:  Thekenfelder)
Der Standort Deutschland muss reformiert werden. Das will die Politik auch in die Wege leiten. Vorschläge und Mahnungen dazu gibt es nun in einem Katalog, den Gründer und Manager zusammengestellt und unterzeichnet haben ...
(Bild: Thekenfelder)

Bei der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses müsse es um greifbare Reformansätze gehen und nicht lediglich um Absichtserklärungen. So klingt jedenfalls ein Appell des Startup-Verbands. Vorgestellen will die Politik Ideen zum Steuersystem und zum Arbeitsmarkt. Aber der Wegfall von 10.000 Industriearbeitsplätzen pro Monat im vergangenen Jahr ist ein Weckruf und zugleich Handlungsverpflichtung für echte Reformen, mahnt die Vorstandsvorsitzende Verena Pausder, angesichts der Lage. Unterzeichnet haben die Erklärung Größen aus der Start-up-Szene, wie Zalando-Co-Chef David Schröder und Flix-Gründer André Schwämmlein, wie es weiter heißt. Auch Manager wie der frühere Telekom-Chef René Obermann und der Ex-Aufsichtsratchef von Thyssenkrupp, Gerhard Cromme sowie Thomas Book, Vorstand der Deutschen Börse sind mit dabei. Unter dem Titel „Für eine neue Gründerzeit, jetzt“ fordert man also Reformen für mehr Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Denn Deutschland verfügt schließlich über viele Vorzüge, wie eine Weltklasseforschung, qualifizierte Talente und eine starke Industrie.

Die Gesellschaftsform „EU Inc.“ kann helfen

Das seien Potenziale, die es nun besser auszuschöpfen gelte. Der Staat sollte beispielsweise die Gründung von Firmen binnen 24 Stunden flächendeckend ermöglichen. Zudem brauche es mehr Anreize für Start-up-Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungsinstituten. Und der Staat sollte auch die europäische Gesellschaftsform „EU Inc.“ vorantreiben, um als Ankerkunde mit öffentlichen Aufträgen innovative Firmen zu stützen. Andere Forderungen zielen auf die breite Wirtschaft – darunter der Wunsch nach einem flexibleren Kündigungsschutz für Spitzenverdiener, nach mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie in KI-Rechenkapazitäten und nach praxistauglicheren Bedingungen für Mitarbeiteraktien. Bevor sich die Politik dann Anfang Juli trifft, wird die Rentenkommission der Regierung ihre Ergebnisse vorlegen, was voraussichtlich schon kommende Woche der Fall sein könnte.

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