Qualitätssicherung Messen an der Grenze zum Span
Der wachsende Druck und der Fachkräftemangel zwingen die Zerspanungsindustrie zum Umdenken in der Qualitätssicherung. Direkte Messungen in der Fertigung verkürzen die Regelkreise spürbar und minimieren teure Rüstzeiten.
Klassischerweise ist die Qualitätssicherung strikt von der Produktion getrennt: Werkstücke werden entnommen, in den klimatisierten Feinmessraum transportiert und dort nach einer Temperierungsphase gemessen. In modernen, flexiblen Fertigungen erweist sich dieser Ablauf zunehmend als Flaschenhals. Lange Wegezeiten verzögern die Rückmeldung an die Maschinenbediener, wodurch das Risiko von Ausschuss bei unentdecktem Werkzeugverschleiß oder Temperaturdrift steigt. Der Trend verschiebt sich daher hin zu produktionsbegleitenden Messungen. Die Herausforderung dabei ist physikalischer Natur: Temperaturschwankungen, Vibrationen und Schmutzpartikel in der Werkshalle beeinflussen die Messergebnisse. Moderne Werkstattmessgeräte müssen diese Einflüsse kompensieren.
Beim Einsatz mobiler Oberflächenmessgeräte wie der Surfcom-Touch-Serie oder robuster Formmessplätze direkt in der Fertigung wird dies durch gekapselte Vorschubeinheiten, temperaturstabile Materialien und schwingungsdämpfende Konstruktionen erreicht. Das Ziel ist klar definiert: Auch Bedienpersonal ohne messtechnische Spezialisierung muss in der Lage sein, per Touchscreen normgerechte und reproduzierbare Rauheits- und Konturparameter direkt an der CNC-Maschine zu erfassen, ohne dass Umgebungsbedingungen das Ergebnis verfälschen.
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