Werkzeugüberwachung
Wie intelligente Werkzeugüberwachung die Zerspanung revolutioniert

Ein Gastbeitrag von Alexander Nordmann 4 min Lesedauer

Während Maschinen immer leistungsfähiger und Werkstoffe anspruchsvoller werden, steigen gleichzeitig die Anforderungen an Prozesse und Qualität. Eine prozessbegleitende Werkzeugüberwachung kann dabei u. a. teure Maschinenstillstände verhindern.

Messkurvendarstellung des SEM-Modul-e2 in die Steuerung integriert.(Bild:  Nordmann)
Messkurvendarstellung des SEM-Modul-e2 in die Steuerung integriert.
(Bild: Nordmann)

Wollen Zerspanungsbetriebe ihre Prozesse effizienter gestalten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Betriebskosten ihrer Maschinen. Ein zentraler Kostenfaktor ist der Werkzeugverschleiß – insbesondere dann, wenn verschlissene Werkzeuge nicht rechtzeitig erkannt und ersetzt werden. In solchen Fällen drohen nicht nur Qualitätseinbußen, sondern auch kostspielige Folgeschäden an Werkzeughaltern, Werkstückspannvorrichtungen oder nachgelagerten Bearbeitungsschritten.

In Extremfällen kann der Einsatz gebrochener Werkzeuge sogar zu Maschinenbränden führen, etwa bei ölgeschmierten Prozessen, in denen Wärme und Funkenbildung das Kühlschmieröl entzünden können. Diese sicherheitstechnisch kritischen Zwischenfälle verursachen nicht nur hohe Reparaturkosten, sondern führen auch zu Produktionsausfällen und langen Stillstandszeiten. Eine kontinuierliche Werkzeugüberwachung kann solche Eskalationen verhindern, indem sie den Verschleißzustand frühzeitig erkennt und bei Grenzwertüberschreitung den Prozess automatisch stoppt.