Open House bei Chiron Automation und Bearbeitung als integriertes Gesamtsystem

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

Mit mehr als 1200 Fachbesuchern, 36 Technologiepartnern und zahlreichen Live-Demonstrationen unterstreicht das Open House 2026 der Chiron Group erneut seine Rolle als praxisnahe Plattform für moderne Fertigungstechnologien

Chiron lud zum Open House, und zahlreiche intesessenten informierten sich über die neuesten Technologien, Entwicklungen und Trends. Mit dabei waren 36 Qualitätspartner, die mit ihren Produkten und Innovationen integraler Teil des Erfolgskonzepts der Veranstaltung sind.(Bild:  Chiron)
Chiron lud zum Open House, und zahlreiche intesessenten informierten sich über die neuesten Technologien, Entwicklungen und Trends. Mit dabei waren 36 Qualitätspartner, die mit ihren Produkten und Innovationen integraler Teil des Erfolgskonzepts der Veranstaltung sind.
(Bild: Chiron)

Unter dem Leitmotiv „Where Automation meets Machining Excellence“ zeigte Chiron bei seinem Open House am Hauptsitz in Tuttlingen, wie sich hochpräzise Bearbeitung und intelligente Automation zu durchgängigen Produktionslösungen verbinden lassen. Im Mittelpunkt standen dabei weniger die einzelnen Maschinen, sondern vielmehr komplette Fertigungssysteme – von der Mikrobearbeitung bis zur Bearbeitung großer und komplexer Werkstücke. Besonders deutlich wurde dies in den Bereichen Automation, Medical & Precision sowie in der 5-Achs-Komplettbearbeitung.

Skalierbare Automation

Ein Highlight der Veranstaltung war ein hochgradig skalierbares, modulares Automationssystem für CNC-Bearbeitungszentren - die neue Variocell System mit Gantry Bot. Die Portalautomation demonstrierte an einer FZ 19 S mill turn die automatisierte Bearbeitung eines gegossenen Rundtischgehäuses für den Maschinenbau. Im Vergleich zur Automation mit klassischen Industrierobotern bietet das System eine deutlich größere Reichweite bei vergleichbarer Masse und ermöglicht gleichzeitig hohe Dynamik sowie freie Zugänglichkeit des Arbeitsraums. Das Beladen erfolgt von oben. Damit ist sichergestellt, dass sich Bediener und Servicepersonal sicher und uneingeschränkt im Umfeld der Maschine bewegen können.

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Besonders interessant für flexible Fertigungskonzepte ist die Skalierbarkeit der Lösung. Die Variocell System lässt sich für unterschiedliche Maschinen der Baureihen 15 bis 25 sowie Mill konfigurieren – sowohl für Einzelmaschinen als auch für vernetzte Fertigungszellen. Unterschiedliche Maschinenlayouts, variable Speicherlösungen für Roh- und Fertigteile sowie die direkte Programmierung in G-Code ermöglichen eine schnelle Integration ohne spezielle Roboterprogrammierkenntnisse. Die Lösung zeigt den trend bei Produktionssystemen: weg von isolierten Maschinen - hin zu modularen, flexibel erweiterbaren Fertigungsplattformen.

Im Bereich Medical & Precision stand die Micro5 XL im Fokus. Die kompakte 5-Achs-Simultan-HSC-Maschine demonstrierte anhand einer sogenannten „Bone Watch“ ihre Leistungsfähigkeit bei hochpräzisen Bauteilen aus Medizin- und Präzisionstechnik. Besonderes Augenmerk galt dabei den neuen Automationslösungen für die Mikrobearbeitung. Mit den Varianten Variocell Pick&Place, Variocell Pallet und Variocell Uno präsentierte Chiron drei unterschiedliche Konzepte zur automatisierten Werkstückhandhabung.

Automatisierte Mikrobearbeitung

Die Variocell Pick&Place übernimmt das lineare Be- und Entladen von Roh- und Fertigteilen. Ein Doppelgreifersystem ermöglicht kurze Wechselzeiten und prozesssichere Handhabung kleiner Werkstücke. Ergänzt wird das Konzept um einen kompakten Palettenspeicher mit hoher Kapazität. Mit der Variocell Pallet adressiert Chiron den automatisierten Palettenwechsel. Vorgerüstete Nullpunktpaletten werden automatisiert in die Maschine eingebracht und per RFID eindeutig identifiziert. Gerade für kleine Losgrößen und häufiges Rüsten bietet dieses Konzept erhebliche Vorteile hinsichtlich Produktivität und Prozesssicherheit.

Die dritte Variante, Variocell Uno, erweitert die Mikrobearbeitung um zusätzliche Prozessschritte. Ein 6-Achs-Roboter übernimmt neben dem Werkstückhandling auch Aufgaben wie Wenden, Beschriften oder Messen. Damit wird die Bearbeitungszelle zur integrierten Fertigungsstation mit deutlich höherem Automatisierungsgrad.

Eindrucksvoll demonstrierte die MT 715 two+ die Möglichkeiten moderner Fräs-Dreh-Komplettbearbeitung. Im Livebetrieb fertigte die Maschine einen Ring mit lediglich 1,5 mm Wandstärke aus einer hochfesten Superlegierung – ausgehend von einem 50 kg schweren Rohzylinder. Die Bearbeitung solcher Werkstoffe stellt hohe Anforderungen an Stabilität, Werkzeugmanagement und Prozessstrategie. Durch die Kombination aus Fräsen und Drehen in einer Maschine lassen sich Bearbeitungsschritte konsolidieren, Rüstzeiten reduzieren und die Prozesssicherheit erhöhen.

Die MT 715 two+ verfügt über einen Werkzeugspeicher für bis zu 176 Werkzeuge und integriert zusätzliche Technologien wie Verzahnungsbearbeitung, Wälzfräsen oder Verzahnungsstoßen. Besonders relevant für kleine und mittlere Serien ist dabei die hohe Flexibilität der Maschine. Eine weitere interessante Erweiterung ist die Bearbeitung langer Wellenteile bis 1400 mm Länge direkt von der Stange. In Kombination mit Lünette und zusätzlicher Bearbeitungseinheit lassen sich auch filigrane Werkstücke stabil und präzise bearbeiten.

5-Achs-Bearbeitung als strategischer Ansatz

Neben einzelnen Produktneuheiten stellte die Chiron Group mit „5Xcellence“ ihre strategische Kompetenz in der 5-Achs-Bearbeitung heraus. Der Fokus liegt dabei auf dem Zusammenspiel aller Prozesskomponenten – von Maschinenkinematik und Spanntechnik über Werkzeugstrategie und Messtechnik bis hin zur Automation.

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Gerade bei komplexen Werkstücken ermöglicht die 5-Achs-Bearbeitung die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, reduziert Rüstaufwand und verbessert gleichzeitig Präzision sowie Oberflächengüte. Das diesjährige Open House machte deutlich, dass wirtschaftliche Fertigung heute nicht mehr allein über einzelne Maschinen definiert wird, sondern über optimal abgestimmte Gesamtsysteme.

Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung war erneut die enge Einbindung der Technologiepartner. Die 36 ausstellenden Unternehmen präsentierten Lösungen aus den Bereichen Werkzeuge, Spanntechnik, Messtechnik, CAM, Digitalisierung und Automation direkt im Umfeld laufender Maschinen. Damit entstand ein praxisnahes Bild moderner Fertigung – mit konkreten Prozessketten statt isolierter Einzeltechnologien. Genau dieser unmittelbare Austausch zwischen Anwendern, Maschinenherstellern und Technologiepartnern schätzen die Besucher an der Veranstaltung.

Plattform für praxisnahe Fertigungslösungen

Mit den vorgestellten Lösungen unterstreicht die Chiron Group ihre Positionierung als Anbieter integrierter Fertigungssysteme, bei denen Automation und Bearbeitung zunehmend zu einer technologischen Einheit verschmelzen.

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