Schnellwechselsystem Automatisierter Werkzeugwechsel beim Drehen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Werkzeuge automatisiert zu wechseln, ist auf Fräsmaschinen üblich, auf Drehmaschinen aber noch etwas völlig Neues. Auf der AMB zeigt Sauter Feinmechanik, wie sich der automatisierte Werkzeugwechsel auf Drehmaschinen übertragen lässt.

Ein Roboter-Greifer führt einen Werkzeugwechsel über den Sauter SolidPro aus. (Bild:  Sauter Feinmechanik)
Ein Roboter-Greifer führt einen Werkzeugwechsel über den Sauter SolidPro aus.
(Bild: Sauter Feinmechanik)

Bislang standen mehrere Hürden einem automatisierten Werkzeugwechsel auf Drehmaschinen im Wege. Dabei geht es weniger um den Wechsel selbst als um die vor- und nachgelagerten Prozessschritte. Die Werkzeugplätze sind begrenzt, zusätzliche Werkzeuge müssen manuell eingewechselt werden. Gleichzeitig braucht jeder Wechsel verlässliche Geometriedaten, damit es weder zu Kollisionen noch zu Maßabweichungen kommt, die im mannlosen Betrieb zu spät auffallen.

Werkzeugwechsel als komplette Prozesskette

Mit dem Schnellwechselsystem Sauter SolidPro hat Sauter eine Tooling-Innovation, die den automatisierten Werkzeugwechsel an Drehmaschinen technisch ermöglicht. Den nächsten Evolutionsschritt zeigt das Unternehmen auf der AMB 2026: Einen Werkzeugrevolver, der den Werkzeugwechsel als komplette Prozesskette abbildet. Teil dessen ist eine automatisierte Vermessung, die die Geometrie neu zu bestückender Adapter erfasst. Die Daten werden dem Adapter eindeutig zugeordnet und über die Werkzeugverwaltung für die Maschine verfügbar gemacht. Parallel gibt es einen Speicher, aus dem ein Roboter die passenden Adapter entnimmt und sie mit dem Schnellwechselsystem Sauter SolidPro direkt am Revolver, statischen Bearbeitungseinheiten oder direkt auf Linearachsen ein- und auswechselt.

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Branchentreff am 3. Dezember 2026

Für die Taktgeber hinter dem Aerospace-Boom

Anwendertreff Zerspanung

Im Rahmen der Veranstaltung werden praxisnahe Fallstudien vorgestellt, in denen Unternehmen und Experten innovative Ansätze diskutieren. Den Teilnehmenden wird es ermöglicht, praxisrelevante Fertigungsstrategien zu reflektieren und in den Dialog mit Experten und Anwendern zu treten – mit dem Ziel, die eigenen Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern und an den aktuellen Stand der Branche anzupassen.

Um Ungenauigkeiten nach einem Werkzeugwechsel entgegenzuwirken, wird der Ablauf um eine Gegenkontrolle ergänzt: Ein Messtaster in einem Adapter prüft das Bauteil nach dem Wechsel, sodass Abweichungen direkt korrigiert werden können.

Diese komplett durchdachte Prozesskette erweitert den Einsatzbereich von Werkzeugrevolvern: Betriebe, die bisher wegen der Werkzeugverfügbarkeit und Flexibilität zur teureren Dreh Fräsmaschine greifen mussten, haben jetzt die Möglichkeit, mit einer Drehmaschine mit Werkzeugrevolver flexibel zu automatisieren.

Felix Schöller, Geschäftsführer, Sauter Feinmechanik

Prozessstabilität dank Thermik

Neben der Automatisierung zeigt Sauter auf der AMB 2026 einen weiteren Entwicklungsbaustein für die Zerspanung: Ein neuer Werkzeugrevolver ermöglicht eine gezielte CO2-Kryokühlung direkt an der Schneidkante. Dadurch werden thermische Einflüsse während der Zerspanung reduziert und die Prozessstabilität erhöht. Anwender profitieren von optimierten Bearbeitungszeiten, längeren Werkzeugstandzeiten und einem geringeren Einsatz von Kühlschmierstoff – insbesondere bei anspruchsvollen Werkstoffen.

Besucher der AMB können sich am Stand 10A71 in Halle 10 bei Sauter Feinmechanik ein eigenes Bild von den Neuheiten im Bereich Werkzeugtechnik verschaffen.

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