Paradigmenwechsel
Ein neuer Ansatz bricht mit traditioneller Spannarchitektur

Von Mag. Victoria Sonnenberg 7 min Lesedauer

Bislang leiteten alle Spannmittel die Kräfte über den Maschinentisch ab. Ein radikal neuer Ansatz schließt den Kraftkreis direkt im Bauteil und schafft so eine völlig eigene Spannkategorie.

Das CFL-Prinzip hat völlig andere Hebelgesetze als die bestehende Spanntechnik.(Bild:  RSI)
Das CFL-Prinzip hat völlig andere Hebelgesetze als die bestehende Spanntechnik.
(Bild: RSI)

In der spanenden Fertigung gehören Präzisionen im Mikrometerbereich längst zum etablierten Standard. Während Maschinenbetten, Spindeln, Werkzeugaufnahmen und Schneidstoffe über die Jahrzehnte kontinuierlich perfektioniert wurden, blieb ein zentrales Element der Kette in seinem Grundkonzept seit Jahrhunderten im Kern unverändert: der klassische Maschinenschraubstock.

Genau diese technischen Grenzen veranlassten den Entwickler Rüdiger Schenke (Rüdiger Schenke Innovation GmbH & Co. KG / RSI) dazu, die Dinge grundlegend neu zu denken. Mit dem Clamping Force Loop (CFL) hat er nicht nur einen weiteren Fünf-Achs-Spanner konstruiert, sondern hat damit eine eigenständige neue Kategorie der Spanntechnik ins Leben gerufen. Ob unter der Eigenbezeichnung 5AX 125 oder in Vertriebspartnerschaft mit Roemheld Hilmar Stark als UC 125 – das Prinzip bricht konsequent mit der bisherigen Logik des offenen Kraftpfads.