Rohstoffe
So begegnen Sie dem Wolfram-Preisschock

Quelle: E. Zoller GmbH & CO. KG 5 min Lesedauer

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Gegen die extreme Preissteigerung bei Vollhartmetall-Werkzeugen helfen zwei Strategien: Mehr Effizienz im Werkzeugeinsatz und höchste Präzision bei Nachschleifprozessen.

Preistreiber Wolfram(Bild: ©  MEDIAXK - stock.adobe.com)
Preistreiber Wolfram
(Bild: © MEDIAXK - stock.adobe.com)

Wer in Deutschland aktuell Vollhartmetall-Werkzeuge bestellt, reibt sich verwundert die Augen. Wurden im Oktober 2025 für unbeschichtete Hartmetallstäbe etwa 30 Euro pro Kilogramm aufgerufen, pendelte sich der Preis im Mai 2026 zwischen 200 und 240 Euro je Kilogramm ein. 800 Prozent Preisanstieg in sieben Monaten. Auch andere Märkte traf es hart mit Preissteigerungen von 300 bis 500 Prozent.

Der Preistreiber ist bekannt: Das Element Wolfram. Für Vollhartmetall-Werkzeuge ist Wolfram unverzichtbar, nicht zuletzt wegen seines Schmelzpunktes von 3422 °C – kein Element verträgt mehr Hitze. In Werkzeugen tritt Wolfram als Wolframcarbid auf. Gradmesser im internationalen Preisgeschehen ist das Zwischenprodukt Ammoniumparatungstat (APT). Im Oktober 2025 lag der Preis bei rund 580 Euro pro zehn Kilogramm (entspricht einer metric ton unit, MTU). Bis Anfang Juni 2026 schnellte er hoch auf rund 2560 Euro. An der Preissituation wird sich laut Experten mittelfristig wenig ändern.