Komplettbearbeitung Durchgängige Prozesskette für Metall-Keramik-Verbundbauteile

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Kyocera baut seine Fertigungskompetenz für Metall-Keramik-Verbundbauteile gezielt aus. Mit Investitionen in moderne Dreh-Fräs-Technologie und zusätzliche Ofenkapazitäten stärkt das Unternehmen eine durchgängige Prozesskette.

Kyoceras Elektrodenhalter mit Hochleistungskeramik.(Bild:  Kyocera)
Kyoceras Elektrodenhalter mit Hochleistungskeramik.
(Bild: Kyocera)

Am Standort Mannheim fertigt Kyocera keramische Komponenten, hochpräzise Metallteile und die zugehörigen Fügeverbindungen. Die wesentlichen Arbeitsschritte werden eng aufeinander abgestimmt und intern umgesetzt. Dadurch können Anforderungen an Werkstoffe, Toleranzen, Sauberkeit und Verbindungsqualität bereits in einer frühen Projektphase gemeinsam betrachtet werden. Die gebündelte Fertigung reduziert Schnittstellen und externe Transporte, beschleunigt technische Rückkopplungen und erhöht die Prozesssicherheit.

Investitionen erweitern Präzision und Kapazität

Mit einer neu angeschafften Werkzeugmaschine erweitert Kyocera die Möglichkeiten zur präzisen Komplettbearbeitung anspruchsvoller Metallkomponenten. Das Dreh-Fräs-Zentrum unterstützt die wirtschaftliche Fertigung komplexer Geometrien in möglichst wenigen Aufspannungen und trägt damit zu hoher Maßhaltigkeit und stabilen Prozessen bei.

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Im Herbst 2026 soll der Maschinenpark zusätzlich um eine Universaldrehmaschine ergänzt werden. Sie schafft weitere Drehkapazität und erhöht die Flexibilität bei unterschiedlichen Bauteilgrößen und Stückzahlen. Für 2027 ist darüber hinaus die Ergänzung eines neuen Lötofens vorgesehen. Damit baut Kyocera die Kapazitäten für anspruchsvolle Lötprozesse weiter aus und schafft zusätzliche Voraussetzungen für steigende Serienbedarfe.

Werkstoffkompetenz für anspruchsvolle Anwendungen

Metall-Keramik-Verbundbauteile verbinden die elektrische Isolation, Temperaturbeständigkeit und Verschleißfestigkeit technischer Keramik mit der mechanischen Funktionalität metallischer Werkstoffe. Verarbeitet werden unter anderem Keramik-Edelstahl- und Keramik-Titan-Verbindungen. Für ergänzende Spezialprozesse, beispielsweise das Laserschweißen oder Elektronenstrahlschweißen, kann Kyocera bei Bedarf auf qualifizierte externe Partner zurückgreifen.

Branchentreff am 3. Dezember 2026

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Anwendertreff Zerspanung

Im Rahmen der Veranstaltung werden praxisnahe Fallstudien vorgestellt, in denen Unternehmen und Experten innovative Ansätze diskutieren. Den Teilnehmenden wird es ermöglicht, praxisrelevante Fertigungsstrategien zu reflektieren und in den Dialog mit Experten und Anwendern zu treten – mit dem Ziel, die eigenen Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern und an den aktuellen Stand der Branche anzupassen.

Die abschließende Präzisionsbearbeitung mehrfach gefügter Baugruppen nach Hartlöt- und Schweißprozessen ist ein etablierter Bestandteil der Fertigung. Dabei werden mögliche thermisch bedingte Verzüge gezielt ausgeglichen, mit dem Ziel enge Maß-, Form- und Lagetoleranzen einzuhalten und hohe Wiederholungsgenauigkeit zu erreichen.

Von der Halbleiterfertigung bis zum Ultrahochvakuum

Die Verbundbauteile kommen unter anderem in Wafer-Inspection- und Metrologiesystemen, Plasmaätz- und Depositionsanlagen sowie in Elektronenstrahlanwendungen zum Einsatz. Weitere Einsatzfelder sind Vakuumdurchführungen und Baugruppen für Hochvakuum- und Ultrahochvakuumsysteme, in denen Dichtheit, elektrische Isolation und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind.

Technische Beratung und qualifizierte Reinigung

Kyocera begleitet Kunden bereits in frühen Projektphasen – von der Werkstoffauswahl und Fügetechnik über die fertigungsgerechte Konstruktion bis zur Bewertung anwendungsspezifischer Anforderungen. Ergänzend stehen am Standort mehrstufige Reinigungsprozesse zur Verfügung. Je nach Bauteil und Anforderung umfassen diese mechanische Vorreinigung, ultraschallunterstützte Nassreinigung, DI-Wasser-Spülungen, alkoholbasierte Feinreinigung sowie Trocknungsprozesse bis hin zur Vakuumtrocknung. Da die Reinigung unmittelbar nach Bearbeitungs-, Löt- oder Montageschritten erfolgen kann, lassen sich zusätzliche Handhabungsschritte und potenzielle Kontaminationsquellen reduzieren.

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