Interview
„Seit der Übernahme haben wir das Unternehmen vervierfacht“

Das Gespräch führte Melanie Krauß 7 min Lesedauer

Während viele Fertiger in Deutschland mit der Krise in der Automobilindustrie kämpfen, erlebt die Südkon Kern GmbH ein extremes Wachstum. Wie es dazu kam, verraten die Geschäftsführer Andreas Keller und Michael Baß im Interview.

Andreas Keller und Michael Baß (v. l.) sind Geschäftsführer der Südkon Kern GmbH mit Sitz im schwäbischen Aalen-Ebnat. Das Unternehmen wurde als einer der ersten Lohnfertiger für Großteile im süddeutschen Raum gegründet und ist Bestandteil der familiengeführten Vema Group GmbH, zu der auch die Südkon Plast GmbH (technischer Handel) und die Kern Service Solutions GmbH (Industrie- und Handwerksdienstleistungen) gehören.(Bild:  Südkon Kern GmbH)
Andreas Keller und Michael Baß (v. l.) sind Geschäftsführer der Südkon Kern GmbH mit Sitz im schwäbischen Aalen-Ebnat. Das Unternehmen wurde als einer der ersten Lohnfertiger für Großteile im süddeutschen Raum gegründet und ist Bestandteil der familiengeführten Vema Group GmbH, zu der auch die Südkon Plast GmbH (technischer Handel) und die Kern Service Solutions GmbH (Industrie- und Handwerksdienstleistungen) gehören.
(Bild: Südkon Kern GmbH)

MM Maschinenmarkt: Herr Keller, Herr Baß, Sie haben die Firma Kern im Jahr 2022 übernommen. Das Marktumfeld für Lohnfertiger ist seither nicht einfacher geworden. Wie hat sich Ihr Unternehmen entwickelt?

Andreas Keller: Ursprünglich haben wir 2021 eine erste Firma übernommen, die primär eigentlich nichts mit der Zerspanung in der Metallverarbeitung zu tun hatte. Daraus hat sich aber ein gewisser Bereich entwickelt, bei dem wir uns die strategische Frage stellen mussten: Bauen wir eine Fertigung auf der grünen Wiese selber auf – oder stellen wir uns auf starke Schultern und kaufen uns jemanden in die Gruppe zu, um das Ganze weiter auszubauen?