Interviewreihe „Hidden Champions“
„Wir sind unabhängig von der chinesischen Supply Chain“

Das Gespräch führte Melanie Krauß 6 min Lesedauer

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Ceratizit-Vorstand Oliver Sax verrät im Interview, wie das Unternehmen seine Wolfram-Versorgung unabhängig von China sicherstellt und wie es dazu gekommen ist.

Oliver Sax ist Teil des Vorstandes von Ceratizit und verantwortlich für die Bereiche Zerspanung und Stäbe. Er leitet den zur Plansee-Gruppe gehörenden Spezialisten für Zerspanungswerkzeuge und Hartmetalllösungen. Sax verantwortet die strategische Ausrichtung des Weltmarktführers und setzt dabei insbesondere auf den Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie die technologische Unabhängigkeit bei der Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Wolfram. Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Expertise in der Werkstoffentwicklung zurück.(Bild:  Ceratizit Deutschland GmbH)
Oliver Sax ist Teil des Vorstandes von Ceratizit und verantwortlich für die Bereiche Zerspanung und Stäbe. Er leitet den zur Plansee-Gruppe gehörenden Spezialisten für Zerspanungswerkzeuge und Hartmetalllösungen. Sax verantwortet die strategische Ausrichtung des Weltmarktführers und setzt dabei insbesondere auf den Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie die technologische Unabhängigkeit bei der Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Wolfram. Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Expertise in der Werkstoffentwicklung zurück.
(Bild: Ceratizit Deutschland GmbH)

MM Maschinenmarkt: Herr Sax, in unserer Interviewreihe sprechen wir mit den Köpfen hinter den Weltmarktführern der Industrie. Der Begriff „Hidden Champion“ wird dabei oft strapaziert. Was macht für Sie einen echten „Hidden Champion“ aus – und wie viel „Hidden Champion“ steckt Ihrer Meinung nach in Ceratizit?

Oliver Sax: Man nutzt das ja oft ein bisschen als Titel, der nicht unbedingt immer stimmen muss. Für mich ist ein Hidden Champion eher jemand, der über lange Zeit sehr konsequent gewisse Ziele verfolgt hat – auch in Phasen, in denen das absolut nicht populär war. Bei Ceratizit trifft das absolut zu: Wir sind in vielen Bereichen führend, aber man muss oft erst aus der Branche kommen, um ein Bewusstsein dafür zu haben.