Normalien Wirtschaftliche Präzision und Performance für XXL-Passungen

Von Richard Pergler 5 min Lesedauer

Für einen neuen Innen-/Außenadapter konzipierte der Komplettanbieter Deckerform ein Werkzeug mit Wechseleinsätzen. Normalien von Meusburger sorgen für Wirtschaftlichkeit im Werkzeugbau.

Das von Deckerform entwickelte Stammformwerkzeug mit austauschbaren Kontureinsätzen ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung verschiedener Innen-/Außenadapter von IA100 bis IA400. Das innovative Stammformkonzept reduziert den Materialeinsatz und ermöglicht die flexible Produktion verschiedener Adaptergrößen. Um die Beständigkeit des Werkzeuges zu garantieren setzt der Familienbetrieb auf die Führungselemente von Meusburger. (Bild:  Deckerform)
Das von Deckerform entwickelte Stammformwerkzeug mit austauschbaren Kontureinsätzen ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung verschiedener Innen-/Außenadapter von IA100 bis IA400. Das innovative Stammformkonzept reduziert den Materialeinsatz und ermöglicht die flexible Produktion verschiedener Adaptergrößen. Um die Beständigkeit des Werkzeuges zu garantieren setzt der Familienbetrieb auf die Führungselemente von Meusburger.
(Bild: Deckerform)

Wenn auf der Baustelle Rohrsysteme schnell und zuverlässig verbunden werden müssen, kommt es auf Präzision und Flexibilität an. Das wir etwa beim neuen Innen-/Außenadapter IA400 von Fernco deutlich. Mit einem Durchmesser von 400 mm stellt er höchste Anforderungen an Fertigung und Werkzeugtechnik. Die Aichacher Experten von Deckerform entwickelten dafür eine maßgeschneiderte Lösung, die Variantenvielfalt, Effizienz und höchste Qualität vereint.

Vom Konzept zum großen Adapter

Für die neue Adapterlinie wollten die Verantwortlichen bei Fernco eigene Fertigungskapazitäten aufbauen. Das Unternehmen hatte bisher Teile extern fertigen lassen und intern montiert – bei wachsenden Varianten ein aufwendiger und kostenintensiver Prozess. Für den IA400 musste daher eine Komplettlösung her, die den Fertigungsprozess prozesssicher, flexibel und wirtschaftlich gestaltet.

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Der Innen-/Außenadapter besteht auf der einen Seite aus einer Innenhülse, die aus schlagfestem ABS gefertigt ist, mit einer Lippendichtung. Auf der anderen Seite ist der Adapter geformt wie das Spitzende eines handelsüblichen Kunststoffrohres. Damit lassen sich unterschiedliche Rohrsysteme (Beton/Kunststoff) schnell und einfach verbinden, auch defekte Rohrteile, an denen die Anschlussstelle teilweise ausgebrochen ist, können zu einem gewissen Maß damit angebunden werden. Das schafft beispielsweise auf Baustellen, auf denen die Rohre letztendlich verbaut werden, eine hohe Flexibilität.

In einem vergangenen Projekt hatte Deckerform bereits das Konzept für 21 Bauteile auf 4 Werkzeuge mit Wechseleinsätzen reduzieren können – dieses Prinzip wurde jetzt auch auf den bisher größten Adapter der Serie übertragen. Neue Herausforderungen gab es dennoch, zum einen aufgrund der Größe und zum anderen wegen der Auslegung der Technik im inneren des Werkzeuges. Die Teile sollen künftig in unterschiedlichen Durchmessern zwischen 100 (IA100) bis 400 (IA400) mm und verschiedenen Varianten produziert werden.

Kreativität trifft Technik

Für den IA400 entstand ein Stammformkonzept mit austauschbaren Kontureinsätzen, das die Produktion verschiedener Größen in einem Werkzeug ermöglicht – vom kleinsten bis zum größten Adapter.

„Herausforderungen, in denen mehrere Varianten in möglichst wenigen Werkzeugen zusammengefasst werden sollen, sind unsere Spezialität“, erklärt Andreas Metzger, Konstrukteur bei Deckerform. „Wir passen die Spritzgießtechnik an, verfeinern die Ideen unserer Partner und entwickeln so eine maßgeschneiderte Lösung, die ökonomisch und nachhaltig alle Anforderungen erfüllt.“

Um die Standzeit des Stammwerkzeugs und damit eine hohe Produktionsleistung langfristig sicherzustellen, setzt der bayerische Werkzeugbauer auf hochwertige Komponenten und Anbauteile – bei Normalien verlässt sich der Aichacher Werkzeugspezialist auf die hochwertigen Komponenten von Meusburger.

Nachhaltigkeit in Fertigung und Technik

Zusätzlich zur technischen Umsetzung spielte auch die Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle. Aufgrund des Stammformkonzepts mit austauschbaren Einsätzen wird deutlich weniger Stahl benötigt als für mehrere separate Werkzeuge, was nicht nur die Kosten senkt, sondern auch Material spart. So entsteht eine Lösung, die ökonomisch, ressourcenschonend und zukunftsorientiert ist – ohne Kompromisse bei Präzision oder Qualität.

Deckerform Unternehmensgruppe

Unternehmensprofil

Komplettanbieter für Kunststoffprojekte

Die international aktive Deckerform Unternehmensgruppe in Aichach steht mit ihren rund 70 Mitarbeitern auf drei Säulen: dem klassischen Werkzeugbau, der Ideenschmiede, in der kreative Köpfe an den Produkten und Visionen von morgen arbeiten, sowie der Deckerform Injection, die exklusiv für den deutschsprachigen Raum den Vertrieb der vollelektrischen Spritzgießmaschinen des japanischen Herstellers Toyo übernimmt. Damit werden die Aichacher Kunststoffexperten, unterstützt von leistungsfähigen Partnern, zum Komplettanbieter bei nachhaltigen und schlüsselfertigen Produktionslösungen für komplexe und Know-how-intensive Produkte in der Kunststoffproduktion. Neben dem Unternehmensstammsitz in Aichach betreibt Deckerform mit seinem „Technikum Nord“ in Dinklage eine Anlaufstelle für Interessenten der Region. Link hier

„Neben der hohen Performance und der Wirtschaftlichkeit unserer Werkzeuge in der Produktion beim Auftraggeber setzen wir auf Werkzeugkonzepte, die möglichst robust sind, wenig Wartung benötigen und sich mit hoher Langlebigkeit auszeichnen“, betont der Konstrukteur. „Um die Kosten für den Auftraggeber zu minimieren, verwenden wir, wo möglich, Standardteile.“ Das senkt nicht nur die Kosten: Sollte es doch einmal zu einem Defekt kommen, lassen sich Standardteile schnell, preisgünstig und einfach ersetzen.

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Vertrauensvolle Zusammenarbeit

„Das gilt speziell auch für die Normalien von Meusburger – wir arbeiten mit dem Normteilespezialisten aus Wolfurt in Vorarlberg bereits seit Jahrzehnten gut und vertrauensvoll zusammen“, erklärt Metzger. „Die Produkte sind bei einer Bestellung meist bereits am Folgetag bei uns. Ein großer Vorteil, wenn es, etwa bei einem Produktionsstillstand beim Auftraggeber, mal schnell gehen muss.“.

Gerade Stammformkonzepte sind komplex – und Standards erfordern oft Kompromisse. „Bei den Führungssäulen und -buchsen im Werkzeug für den neuen Innen-/Außenadapter IA400 etwa hatten wir uns schon mit dem Gedanken vertraut gemacht, eine Sonderlänge bestellen zu müssen“, berichtet der Konstrukteur.

Wenn Maßgeschneidert zum Standard wird

Die positive Überraschung: „Dank des engen Rasters in den Abmessungen, in denen Meusburger seine Führungen auf Lager hat, fanden wir die exakt benötigte Länge als sofort lieferbare Artikel– da ist es ein großer Vorteil, dass wir hier einen sehr leistungsfähigen Partner mit entsprechend breitem Angebot haben.“

Normalien

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Mit Standards zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

Normalien werden im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt, um Zeit und Kosten zu sparen und höchste Präzision zu sichern. Der Vorteil: Konstrukteure müssen die standardisierten Normteile nicht selbst konstruiert oder gefertigt werden. Die Normteile sind mit detaillierten CAD-Daten und einheitlichen Fertigungsstandards hinterlegt. Das Vormaterial ist bei Meusburger spannungsarm geglüht. Damit kann bei der Weiterverarbeitung kaum Verzug entstehen. Die meisten Teile sind zudem schnell verfügbar - ein großes Sortiment ist direkt ab Lager lieferbar. All das trägt dazu bei, die Durchlaufzeiten in Werkzeugbauprojekten stark zu verkürzen. Link hier

So kommen unter anderem die Führungssäule mit Zentrierbund E 1000 aus dem Werkstoff 1.7131 mit einer Härte von rund 60 HRC zum Einsatz. Es ist das einzige System am Markt mit zwei Passdurchmessern – für den Press- und den Führungssitz. Zusammen mit den dazu passenden Führungsbuchsen, weiteren Führungselementen und der Feinzentrierung ermöglichen diese hochgenauen Führungselemente verschleißarme und hochpräzise Werkzeugbewegungen.

Komplexe Technik kompakt umgesetzt

Wenn die dem Innen-/Außenadapter mit verschiedenen Durchmessern aus einem Werkzeug kommen sollen, gilt es, zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Die Teile sollten von innen heraus angespritzt werden. So muss unter anderem die gesamte Technik – Auswerfer, Schmelzezuführung, Angusssystem und Temperierung – ausreichend dimensioniert sein, damit sie auch den größten Durchmesser prozesssicher abdecken kann.

Zugleich muss diese Technik aber auch klein genug sein, um im Kern der Variante mit dem jeweils kleinsten Durchmesser ausreichend Platz zu haben. Hier haben die Aichacher Kunststoffexperten aus vielen erfolgreichen Projekten einen großen Erfahrungsschatz, der rationelle und praxistaugliche Lösungen für höchste Qualität ermöglicht.

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