VHM-Fräser
600 Minuten Standzeit und 75 Prozent weniger Werkzeugkosten

Ein Gastbeitrag von Michael Hobohm 5 min Lesedauer

HSP Schermer ist auf die Zerspanung anspruchsvoller Materialien für Luftfahrt und Verteidigung spezialisiert. Für automatisierte Prozesse setzt das Unternehmen beim trochoidalen Fräsen auf VHM-Sonderwerkzeuge von OSG.

Ursprünglich für ein sicherheitsrelevantes Luftfahrtteil in die Fertigung nach Gaimersheim geholt, gehören zum Aufgabenspektrum des VHM-Fräsers von OSG inzwischen eine ganze Reihe von Titan- und Edelstahllegierungen.(Bild:  OSG)
Ursprünglich für ein sicherheitsrelevantes Luftfahrtteil in die Fertigung nach Gaimersheim geholt, gehören zum Aufgabenspektrum des VHM-Fräsers von OSG inzwischen eine ganze Reihe von Titan- und Edelstahllegierungen.
(Bild: OSG)

Ein Jahr ist es etwa her, dass bei HSP Schermer gewisse Probleme beim Fräsen eines Titanbauteils auftauchten. Bekannt war: Das sicherheitsrelevante Luftfahrtteil ließ sich trotz eines großen Schruppanteils nicht über längere Zeiträume mannlos fahren. Dass man das Teil nicht in die Nacht oder das Wochenende hineinlaufen lassen konnte, wurde aber erst relevant, nachdem die eingesetzte Horizontalmaschine mit einem Palettenwechsler automatisiert worden war. Nun zeigte sich: Der Fräser, der beim Schruppen und Schlichten im Einsatz war, gab nicht die nötige Standzeit her. Das stellte die Sicherheit des ganzen Prozesses infrage. Um beim Wechsel auf das neue Werkzeug nicht Hunderte Programme umschreiben zu müssen, die für den bisherigen Fräser vorlagen, suchte HSP Schermer ein VHM-Werkzeug, das sich beim Schruppen und Schlichten mit den gleichen Schnittwerten mannlos fahren ließ. Wie bisher, sollte das trochoidal mit Durchmesser 16 erfolgen.

Branchentreff am 3. Dezember 2026

Für die Taktgeber hinter dem Aerospace-Boom

Anwendertreff Zerspanung

Im Rahmen der Veranstaltung werden praxisnahe Fallstudien vorgestellt, in denen Unternehmen und Experten innovative Ansätze diskutieren. Den Teilnehmenden wird es ermöglicht, praxisrelevante Fertigungsstrategien zu reflektieren und in den Dialog mit Experten und Anwendern zu treten – mit dem Ziel, die eigenen Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern und an den aktuellen Stand der Branche anzupassen.