Spatenstich GMN bekennt sich mit 28 Mio. Euro zum Standort Nürnberg

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Mit einem festlichen Spatenstich hat die GMN Paul Müller Industrie GmbH am 18. Mai 2026 den Bau einer neuen Produktionshalle für die Fertigung von Hochpräzisions-Kugellagern eingeläutet.

(V. l.) Florian Iberl, Tobias Keller, beide Geschäftsführer Fuchs Bau Süd, Dr. Edgar Verlemann, Projektleiter GMN, Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter GMN, Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, Dr. Jens Falker, Geschäftsführer GMN, Franz Holzer, Architekt.(Bild:  Lutz Wolf/GMN)
(V. l.) Florian Iberl, Tobias Keller, beide Geschäftsführer Fuchs Bau Süd, Dr. Edgar Verlemann, Projektleiter GMN, Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter GMN, Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, Dr. Jens Falker, Geschäftsführer GMN, Franz Holzer, Architekt.
(Bild: Lutz Wolf/GMN)

Das Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro markiert die größte Einzelinvestition des Unternehmens in den vergangenen 30 Jahren. GMN versteht es als ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Nürnberg.

Das bisherige Produktionsgebäude stammt aus dem Jahr 1932. Nach fast einem Jahrhundert schaffen die Eigentümer mit dem Neubau die Grundlage für die zukünftige Kugellagerfertigung am Stammsitz an der Äußeren Bayreuther Straße.

Modernste Fertigung auf 8.650 Quadratmetern

Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.650 Quadratmetern entsteht ein Spezialgebäude, das exakt auf die Herstellung hochgenauer GMN-Hochpräzisionskugellager zugeschnitten ist. Bei voller Auslastung werden hier rund 85 Mitarbeitende tätig sein.

Eine technische Besonderheit ist die schwingungsentkoppelte Bauweise: Die Bodenplatte des Feinmessraums ist vom übrigen Gebäude getrennt, um Erschütterungen aus der nahegelegenen Bahnlinie und anderen Produktionsbereichen fernzuhalten. Nur so lassen sich Fertigungstoleranzen im Submikrometer- oder gar Nanometerbereich beherrschen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden in engsten Grenzen geregelt. Die neue Produktion setzt konsequent auf Automation und effiziente interne Logistik, etwa durch autonome Transportsysteme.

Energieeffizient und klimaneutral

Das Gebäude wird voraussichtlich 15 bis 20 Prozent weniger Energie benötigen als der Altbau. Prozesswärme und -kälte liefert Geothermie; eine Photovoltaikanlage mit rund 430 Kilowatt-Peak und 200 Kilowatt Akkuspeicher stützt die Stromversorgung. Auf fossile Brennstoffe kann GMN verzichten, stattdessen will das Unternehmen neben der Geothermie klimaneutral zertifizierte Fernwärme des städtischen Energieversorgers N-ERGIE einsetzen. Damit erfüllt es die strengen Anforderungen an nachhaltige Gebäude hinsichtlich Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit nach dem Standard NH 40 im KfW-Programm 299. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant, der Umzug für das erste Quartal 2028.

Der Spatenstich ist ein historischer Tag für den ‚Kugelmüller.

Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter von GMN

„Er ist der Höhepunkt von drei Jahren Planung unter Leitung von Dr. Edgar Verlemann. Wir sind mutig und glauben an die Zukunft – und das auch in Zeiten, die nicht supersexy sind. 28 Millionen Euro sind ein starkes Signal an den Industriestandort Nürnberg, an unsere Mitbewerber und an das gesamte GMN-Team, das diesen Schritt möglich gemacht hat“, sagt Michael Lösch, geschäftsführender Gesellschafter von GMN.

GMN ist seit 120 Jahren Teil der Industriegeschichte Nürnbergs.

Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschaftsreferentin der Stadt Nürnberg

Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, würdigte das Vorhaben: „Dieser Spatenstich ist ein Termin ganz nach dem Geschmack einer Wirtschaftsreferentin. Unsere Stadt ist Industriestadt und soll es auch bleiben. Die Zeiten sind nicht rosig – umso beachtenswerter ist eine Investition dieser Größenordnung. GMN sehe ich mit zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern, Mut und Standorttreue hervorragend aufgestellt.“

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