Hürde genommen! Oerlikon Balzers steigert Standzeit von Sägeblättern per Diamantschicht

Quelle: Oerlikon Balzers 3 min Lesedauer

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Diamantbeschichtungen sind für Zerspanungsprozesse das Beste in Sachen Verschleißschutz. Doch bisher bestanden Grenzen in der Anwendung. Nun habe sich diese deutlich erweitert ...

Dieses Sägeblatt hält bis zu acht Mal länger durch als Pendants aus Vollhartmetall. Das macht eine neuartige, nanokristalline Diamantschicht von Oerlikon Balzers möglich, die sich auch auf Bohrer und Fräser applizieren lässt. Hier Informationen aus einem Projekt mit einem Anwender ...(Bild:  Oerlikon Balzers)
Dieses Sägeblatt hält bis zu acht Mal länger durch als Pendants aus Vollhartmetall. Das macht eine neuartige, nanokristalline Diamantschicht von Oerlikon Balzers möglich, die sich auch auf Bohrer und Fräser applizieren lässt. Hier Informationen aus einem Projekt mit einem Anwender ...
(Bild: Oerlikon Balzers)

In der Zerspanung von nicht eisenhaltigen Werkstoffen stehen Diamantbeschichtungen in vielen Fällen für höchsten Verschleißschutz der Werkzeuge. Ihr Einsatz auf Sägen mit Vollhartmetall-Sägeblätter (kurz VHM- Sägeblätter) war aber bisher häufig wirtschaftlich und technologisch nicht immer sinnvoll. Diese Schranken reißt nun eine neue Generation nanokristalliner Diamantschichten von Oerlikon Balzers ein. In Zusammenarbeit mit dem Sägetechnikexperten Ott + Heugel hat man nämlich bewiesen, dass mit dem System Baldia Varia beschichtete Kreissägeblätter beim Bearbieten von Gold- und Messinglegierungen um das Sieben- bis Achtfache länger durchhalten – zugleich sanken die Prozesskosten signifikant, heißt es.

Ein unbeschriebenes „Blatt“ auf der Säge probiert

Einer der Kunden von Ott + Heugel ist ein Schmuck- und Uhrenhersteller. Der trennt Rundstäbe und Vierkantmaterialien aus Gelb-, Weiß- und Roségold sowie Messing mit VHM-Sägen von Ott + Heugel. Diese Buntmetalle sind aber bekanntlich duktil und relativ weich. Bei der Zerspanung kommt es deshalb zu Schmier- und Klebeeffekten, die schnell zu Aufbauschneiden am Sägeblatt führen. Eine der Folgen ist unerwünschte Gratbildung am Werkstück, was dessen Weiterverarbeitung erschwert. Um rechtzeitig gegensteuern zu können, überwacht der Anwender deshalb regelmäßig die maschinelle Stromaufnahme als Indikator für Krafterhöhung und den beginnenden Verschleiß des Sägeblattes. Ein testweiser Umstieg von unbeschichteten auf AlTiN-beschichtete VHM-Sägeblätter verdoppelte die Standzeit immerhin schon mal. Doch dann griff man auf Baldia Varia. „Diese Schicht war war für uns sägetechnisch aber noch sozusagen ein unbeschriebenes Blatt. Aber wir entschlossen uns gemeinsam mit dem Kunden, dennoch Versuche zu starten“, erinnert sich Fabian Heugel, der Chef von Ott + Heugel. Das habe sich voll ausgezahlt.

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Anwender spart 800 Meter wertvolle Metalle ein

Nach zehn Einsatzwochen war nämlich noch keine Spur von Verschleiß zu erkennen. Aber eine sieben- bis achtmal höhere Standzeit zu registrieren – je nach bearbeitetem Material. Dabei kommt das Werkzeug mit 63 Millimetern Durchmesser und Sonderzahngeometrie im 3-Schicht-Betrieb auf stets demselben Maschinentyp zum Einsatz. Aufgrund der verbesserten Leistungsfähigkeit ließ sich die Sägeblattdicke von 0,7 auf 0,5 Millimeter reduzieren. Diese geringere Schnittbreite führt nun zu deutlich weniger Materialverlusten. Der sehr zufriedene Anwender, der aktuell den Einsatz von fünf dieser Werkzeuge plant, spart dadurch jährlich rund 800 Meter kostbares Edel- beziehungsweise Buntmetall ein. Auch fallen weniger Werkzeugwechsel, Rüstzeiten, Maschinenstillstände sowie Kontrollen der Stromaufnahme an. Die Werkzeug-Wiederaufbereitung sei zwar nicht mehr möglich, jedoch wiege der Standzeitvorteil diesen Mangel auf.

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